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Reiseeindrücke November/Dezember 1998

Sydney

 

Tag 21: Sydney

Irgendwie haben wir einen Fehler wiederholt, den wir schon einige Male vorher gemacht haben, nämlich nach einem langen Naturaufenthalt noch eine Großstadt zu besuchen. Den Lärm können wir so recht nicht ab, was bei außerdem nicht furchtbar tollem Wetter unsere Stimmung nicht wirklich hebt.

Am Darling Harbour besuchen wir das Sydney Aquarium, wo uns die typische und vielfältige australische Unterwasserwelt erwartet, z.B. den Platypus oder zahlreiche Haiarten. Nach dem Lunch gehen wir Shoppen und suchen ein paar Mitbringsel. Neben den Geschäften am Darling Harbour zieht es uns in das QVB, das Queen Victoria Building, einem sehr noblen Einkaufszentrum. Ausnahmsweise schließen wir eine kleine Siesta an, bevor es in Darlinghurst am Abend nochmals zum Inder geht (Bukhara), wo wir –einer schönen australischen Tradition folgend- unseren eigenen Wein mitbringen, was sich BYO (bring your own) nennt und in nicht voll "lizensierten" Restaurants den Alkoholkonsum gegen eine kleines Korkgeld ermöglicht. In der Cocktailbar des Hotels Top Of The Town beschließen wir bei tollem Ausblick auf die illuminierte Stadt den Tag.


Tag 22: Sydney

Blick auf Sydney vom Taronga Zoo Heute entfliehen wir der Großstadthektik in den Taronga Zoo, wozu wir die Hafenfähre vom Circular Quay aus nehmen. Neben den üblichen Tieren zeichnet sich der Zoo aus durch seine wunderschöne Lage am Port Jackson mit tollem Blick auf die Skyline der Stadt.

Zurück in der Stadt bummeln wir durch das historische und furchtbar touristische Viertel The Rocks, wo Gastronomie und Souvenirshops das Bild bestimmen. Wiederum in Darlinghurst in Hotelnähe dinieren wir heute italienisch in einem witzigen Szene-Restaurant. Der Name ist uns leider entfallen.

 

Tag 23: Blue Mountains

Um 7.30 Uhr am Morgen werden wir am Hotel abgeholt und brechen auf zu einer organisierten Tagestour in die ca. 60 km westlich von Sydney gelegenen Blue Mountains, die ihren Namen den Eukalyptusbäumen verdanken, deren Öl durch die Sonne verdunsten und einen blau schimmernden Nebel produzieren.

UNESCO WeltkulturerbeDas Greater Blue Mountains Gebiet wurde 2000 von der UNESCO zum Naturdenkmal ernannt. Es umfasst sieben Nationalparks, einer davon ist der Blue Mountains National Park.

Am Blue Mountain Lookout sehen wir zunächst gar nichts, denn dichter Nebel liegt über der schroffen Berglandschaft. Zögerlich löst er sich schließlich auf und eröffnet uns den Blick auf einen 180 m hohen Wasserfall. Ein kleiner Bushwalk schließt sich an und der Reiseleiter zeigt uns die Spuren von starken Waldbränden vier Jahre zuvor sowie die schon wieder vorhandene vielfältige Pflanzenwelt. Nach einem weiteren Aussichtspunkt geht es zum Mittagessen, das in sehr schönem Ambiente vom Reisleleiter/Busfahrer selbst frisch zubereitet wurde. Selten haben wir erlebt, dass eine Reiseleiter solcher Ein-Tages-Touren so motiviert ist.

Three Sisters - Blue Mountains Känguru Danach fahren wir weiter in den Hauptort der Region, das furchtbar touristische Katoomba und zum Lookout auf die berühmten drei Schwester (Three sisters) und in das Jamison Tal. Aber der Blick wird noch immer durch diesiges Wetter getrübt. Es folgt ein Crash-Kurs im Boomerang werfen, bei dem ein Teilnehmer durch einen Hechtsprung seinem selbst geworfenen Boomerang ausweichen muss.

Zum Nachmittagstee geht es in einen Wildlife Park, wo nochmals viele Kakadus zu bewundern sind und auch Kängurus ziemlich menschengewöhnt sind, so dass wir recht nah an die Tiere heranpirschen können.

Nach unserer Rückkehr von diesem sehr schönen Ausflug versuchen wir noch, die berühmte Harbour Bridge zu besteigen, aber für die Besteigung werden 90 Dollar verlangt, was unser Budget sprengt. Wiederum in der szenigen Hotelgegend dinieren wir bei "Morgans" und beenden unseren letzten Tag Down Under.


Tag 24: Sydney – Frankfurt – Hamburg

Von Vorfreude auf Weihnachten in Deutschland, die dazu gehörige Kälte und unsere Jobs kann bei uns leider gar keine Rede sein. Wir haben zwar sehr viel gesehen und die Tage voll ausgenutzt, aber dennoch nicht einmal im Entferntesten alles gesehen, was unsere übrigens sehr empfehlenswerten Lonely Planet Reiseführer so anpriesen. Man müsste mal ein paar Monate Zeit haben, um alles etwas intensiver erleben zu können.

Das einzig bemerkenswerte des Tages ist, das wir beinahe den Flug verpassen. Die Zeitangaben des Hotels sind schon arg knapp bemessen und dann kommt noch ein saftiger Stau bedingt durch Baumaßnahmen für die Olympiade in zwei Jahren hinzu. Als letzte geben wir am bereits geschlossenen Schalter unser Gepäck auf und schaffen es noch gerade bis ins Flugzeug. Der Rest ist Stress und Langeweile, immerhin versüßt von Singapore Airlines.

Ein Traumurlaub geht zu Ende.

 

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Letzte Aktualisierung: Juli 2008 - © Anke Schlingemann und Detlef Hälker