Österreich

Kitzbühel - Drau-Radweg - Heiligenblut

 Drau / Ferlacher Stausee
Juli 2015

 Reiseziele
03. - 05.07.2015Kitzbühel - Nationalpark Hohe Tauern - Kitzbüheler Horn
05.07.2015Lienz - Tristacher See
  
Drau-RadwegGesamtlänge: ca. 366 Radkilometer
06.07.20151. Etappe: Innichen - Lienz (45 km)
07.07.20152. Etappe: Lienz - Aguntum - Lavant - Berg an der Drau (45 km)
08.07.20153. Etappe: Berg - Spittal - Paternion (65 km)
09.07.20154. Etappe: Paternion - Villach - Faaker See - Mühlbach/St. Johann (65 km)
10.07.2015            
5. Etappe: St. Johann - Feistritzer Stausee - Ferlacher Stausee - Klopeiner See (62 km)
  
11. - 12.07.2015   
Heiligenblut - Großglockner-Hochalpenstrasse - Pasterze-Gletscher - Zell am See 

 

Freitag, 03.07.2015 Anreise Kitzbühel

Bevor wir am Montag unsere Radtour in Lienz starten, haben wir uns für zwei Übernachtungen im Q!Resort Health & Spa Kitzbühel, einem sehr individuellen und geschmackvoll eingerichteten Wellnesshotel eingebucht. Abends gehen wir in die überschaubare, nette Altstadt und speisen sehr gut im Hotel-Restaurant zur Tenne. Die vielen Luxus-Boutiquen zeugen von einer zahlungskräftigen Klientel, die das nicht zuletzt durch den Wintersport bekannte Städtchen anzieht.

Samstag, 04.07.2015 Kitzbühel

Nach einem vorzüglichen Frühstück gehen wir zur Station der Horn-Gipfelbahn und fahren hinauf auf das Kitzbüheler Horn. Oben angekommen haben wir einen ausgezeichneten Panorama-Blick auf die zum Teil schneebedeckten Berggipfel des Nationalparks Hohe Tauern. Auch die sommerlichen Temperaturen lassen sich auf 2000 m Höhe und bei einer leichten Brise besser ertragen.

Kitzbühler Horn - Alpenblumengarten
Albenblumengarten - Kitzbühler Horn

Erstes Ziel ist der sehr schön angelegte Alpenblumengarten, der mit vielen Schildern Einblick in die hiesige Pflanzenwelt gibt. Von den fast ausschließlich asphaltierten Wanderwegen sind wir zunächst enttäuscht. Umso besser gefällt uns der Karstwanderweg, der über schmale Pfade durch die grünen Hügel der Karstlandschaft führt.

Den verbliebenen Nachmittag verbringen wir auf einer Liege im Schatten. Das Hotel hat einen sehr gepflegten großen Garten mit einem Naturpool. Der großzügige Wellnessbereich sieht sehr einladend aus, doch zum Saunieren ist es uns bei Temperaturen weit über 30° C zu warm.

Abends bummeln wir noch einmal durch die Altstadt.

Sonntag, 05.07.2015 Kitzbühel - Lienz

Heute fahren wir zum anderen Ende des Kitzbüheler Tals nach Breitmoos. Die Panoramabahn Kitzbüheler Alpen bringt uns hinauf auf die Resterhöhe (1.894 m). Erneut haben wir einen fantastischen Bergpanorama-Blick.

Blick ins Kitzbüheler Tal
Blick ins Kitzbüheler Tal

Entlang des Resterkogelsee folgen wir dem Panoramaweg zur Panoramaalm und weiter zum Zweitausender. Tolle Ausblicke auch hier. Über die Moseralm (heute leider geschlossen) geht es zurück zur Bergstation. Hier genießen wir bei einer Erfrischung die tolle Aussicht, bevor wir mit der Bahn wieder ins Tal fahren.

 

Nun geht es weiter nach Lienz. Nachdem wir im Hotel eingecheckt haben, fahren wir mit dem Fahrrad an die Drau und finden ein schönes Plätzchen, um uns die Füße im kalten Wasser zu kühlen und einigen Kajak-Sportlern beim Rafting zuzusehen. Nicht ganz ungefährlich angesichts der starken Strömung und einiger schroff aus dem Wasser herausragender Felsen.

Abends fahren wir zum idyllisch gelegenen Tristacher See und speisen ausgezeichnet im Restaurant des Parkhotels (1 Haube). Von der Terrasse hat man einen herrlichen Blick auf den von Bäumen eingerahmten See.

 



Drau-Radweg - Österreich

Drau-Radweg

Der Drauradweg (R1) ist ein mit vier Sternen ausgezeichneter Fernradwanderweg, der über 366 km die Länder Italien (Südtirol), Österreich (Osttirol und Kärnten) mit Slowenien verbindet. In seinem italienischen Teil sind es gerade mal 13 km, in Österreich fährt man gute 270 km entlang der Drau.

Der Radweg beginnt am Bahnhof von Toblach/Dobbiaco, nahe der Quelle der Drau. Er führt dann durch das Pustertal bis Lienz und von dort weiter durch Kärnten an Villach und Völkermarkt vorbei nach Marburg (Maribor) in Slowenien.

Weitgehend ungestört vom Autoverkehr lässt es sich auf dieser Route ohne nennenswerte Steigungen durch die wunderschöne Landschaft radeln. Meist ver­läuft der Drau-Radweg ent­lang des Ufers auf gut be­schil­der­ten Rad­we­gen, be­fes­tig­ten Wegen und ru­hi­gen Ne­ben­stra­ßen.


 

Montag, 06.07.2015 Lienz - Innichen - Lienz (45 km)

Von Lienz fahren wir zunächst mit dem Zug nach Innichen in Südtirol (ca. 50 Min. Fahrtzeit). Unterwegs haben wir bereits schöne Blicke auf die Gebirgslandschaft.
Zunächst drehen wir eine kleine Runde durch die nette Altstadt und besichtigen die Stiftskirche, angabegemäß das bedeutendste romanische Bauwerk in Südtirol. Hinter der Stadt erhebt sich ein schroffes Felsmassiv der Dolomiten.

Innichen - Stiftskirche
Innichen - Stiftskirche

Wenige Kilometer vor Innichen liegt die Drauquelle. In Innichen ist die Drau noch ein kleines, plätscherndes Flüsschen.

Drau bei Innichen - Nähe Drauquelle
Drau bei Innichen - Nahe der Drauquelle

Rechts und links erstreckt sich eine schöne Landschaft. Grüne Bergwiesen rahmen das Tal ein. Ab und an sticht eine kleine Kirche aus der Landschaft heraus. In Winnebach lohnt sich ein kurzer Blick zurück, um die Kirche vor einem typischen Dolomiten-Massiv zu sehen. Kurz darauf passieren wir beinahe unbemerkt die Grenze nach Österreich.

Hinter Sillian liegt trutzig die gut erhaltene Burg Hersfeld und bietet einen majestätischen Anblick.

Burg Hersfeld bei Silian
Burg Hersfeld bei Silian

Langsam wird die Drau breiter. Ab dem Ort Bach nimmt das Gefälle stark zu und sowohl der Fluss als auch wir nehmen Fahrt auf. Lag Innichen noch auf 1.136 m über NN, so liegt Lienz nur noch auf 680 m über NN.

So erreichen wir Lienz am frühen Nachmittag. Mit dem Auto fahren wir auf das Zettersfeld und parken an der Bergstation der Panorama-Seilbahn. Das Zettersfeld gilt als Tor des Nationalparks Hohe Tauern, mit 1.836 qkm Fläche das größte Naturschutzgebiet der Alpen. Eine halbstündige Wanderung führt uns zum Naturfreundehaus. Auch wenn mit dem angekündigten Gewitter bereits einige Wolken aufgezogen sind können wir dennoch die schöne Berg-Aussicht der tollen Hochgebirgslandschaft genießen.

Abends drehen wir noch eine kleine Runde durch die nette Altstadt von Lienz.

 Lienz - Osttirol in Österreich
Lienz - Osttirol

Die Hauptstadt Osttirols wird von dem tollen Bergmassiv der Lienzer Dolomiten eingerahmt. Die hier bereits mächtigere Isel fließt mit der Drau zusammen.

Dienstag, 07.07.2015 Lienz - Aguntum - Lavant - Berg an der Drau (45 km)

Wir beginnen unsere Tour mit einem kurzen Abstecher entlang der Isel zum Schloss Bruck. Anschließend folgen wir weiter dem Drau-Radweg und genießen noch einmal den Blick auf die Lienzer Dolomiten.

Lienzer Dolomiten
Lienzer Dolomiten

Schon nach wenigen Kilometern erreichen wir den Abzweig nach Aguntum. Hier wurde bereits im 1 Jh. nach Chr. eine römische Stadt (die einzige Tirols) gegründet und galt als blühende Handels- und Gewerbestadt. 610 nach Chr. wurde die Römerstadt zerstört und im Laufe der Jahrhunderte wurden die Ruinen mit einer meterhohen Murenschicht überzogen. 1912 wurde mit den wissenschaftlichen Ausgrabungen begonnen.

 Aguntum - Ausgrabungen einer Römerstadt
Aguntum - Ausgrabungen einer Thermenanlage

So wird auch heute von Studenten der Uni Innsbruck fleißig gegraben. Ein großer Teil der Mauerreste wurde inzwischen wieder freigelegt. Von einem Aussichtsturm lässt sich die Anlage gut überblicken. Insbesondere der Blick auf die ehemalige Thermenanlage ist beeindruckend. Auch ein Teil der ehemals 400 m langen und bis zu 7m hohen Stadtmauer ist erhalten. Die einstigen Wohnhäuser waren bereits mit Bodenheizungen (Heißluftanlage) ausgestattet und glichen den Bauten, die es auch in Pompeji gab. Im Museum informiert ein 15 minütiger Film sehr anschaulich über die Geschichte. Hier finden sich auch einige der archäologischen Funde. Einen Besuch der Anlage können wir sehr empfehlen.

Ein weiterer Abstecher vom Drau-Radweg gilt Lavant. Im 4. Jahrhundert führten kriegerische Auseinandersetzungen dazu, dass der Bischofssitz von Aguntum auf diesen Berg verlegt wurde.

 Lavant - Wallfahrtskirche
Lavant - Wallfahrtskirche

Ein 15 minütiger Spaziergang führt vorbei an Wallfahrtstafeln den Berg hinauf, auf dem schon von weitem sichtbar die Marien Wallfahrtskirche, eingerahmt von einem schönen Bergmassiv, thront. Beim Aufstieg kommt man an einem archäologischen Museum und Grabungsstätten vorbei. So sind Fundamente der Bischofskirche und der Fliehburg zu sehen.

Bei Temperaturen weit über 30° Celsius sind wir für den Fahrtwind sehr dankbar. Erst bei Oberdrauburg legen wir wieder einen kurzen Stopp ein, um uns auf den Kotschhof, einem sogenannten Buschenschank zu stärken. Aufziehende dunkle Wolken scheinen das angekündigte Gewitter zu bringen. Wir sind froh, als wir an späten Nachmittag unsere Unterkunft in Berg (Hotel Sunshine) trocken erreichen.

 

Mittwoch, 09.07.2015 Berg - Spittal - Paternion (65 km)

Angesichts der angekündigten Gewitter starten wir heute etwas früher. Als wir Sachsenbach erreichen sind bereits bedrohlich wirkende Wolken aufgezogen. Zum Glück bleibt es bei einem heftigen Regenschauer, vor dem wir uns in einem Café schützen. Danach sieht der Himmel ein wenig freundlicher aus. Erst wenige Kilometer vor Spittal beginnt es erneut zu regnen. Dank Regenschutz überstehen wir den Schauer halbwegs trocken.

Erstes Ziel in Spittal ist das Renaissance-Schloss Porcia. Nach einer kleinen Stärkung im Schlosscafe werfen wir noch einen Blick in den Arkadenhof des Schlosses. Ein schöner Rahmen für die hier stattfindenden Theater-Aufführungen. Bei einem kurzen Bummel durch die Stadt fallen noch einige Häuserfassaden auf. Doch so richtigen Charme hat die Stadt u. E. nicht, zumal der Verkehr direkt durch die Stadt am Schloss vorbei geführt wird.

Die letzte 20 Kilometer lange Etappe steht uns noch bevor. Abgesehen von einem weniger schönen Streckenabschnitt parallel zur Autobahn ist die Strecke gut ausgebaut. Die Drau ist inzwischen zu einem breiten Fluss angewachsen und hat, reguliert durch Staustufen, nur wenig Strömung.

Am Nachmittag erreichen wir unser Ziel in Paternion. Das einfache Hotel Kärtner Stubn bietet leider keine schöne Terrasse, auf der wir die nun wieder scheinende Sonne genießen könnten. Doch Wetterveränderungen stellen sich in den Bergen mitunter sehr schnell ein. So können wir geschützt im Wintergarten beobachten, wie ein Gewitter aufzieht und sich mit viel Regen entlädt.

Abends können wir im Hotelrestaurant selbst gezüchtete Forellen speisen.

 

Donnerstag, 09.07.2015 Paternion - Villach - Faaker See - Mühlbach (St. Johann) - 62 km

Das gestrige Unwetter hat noch länger sein Unwesen getrieben. Im Ort fiel der Strom zeitweise aus, für uns dank Notstromaggregat jedoch kaum merklich.

Der Drau-Radweg blieb von dem Unwetter nicht verschont. Vielen Ästen gilt es auszuweichen und auch einige umgefallene Bäume müssen umfahren werden.

Drau-Radweg nach Unwetter bei Villach
Drau-Radweg nach Unwetter bei Villach

In Villach drehen wir eine kleine Runde durch die Stadt, die auf den ersten Blick keinen besonderen Charme hat.

Hinter Villach hat das Unwetter so richtig gewütet. Zahlreiche Bäume wurden ausgerissen und streckenweise wurde der Radweg gesperrt. Über Umwege erreichen wir den Faaker See.

 Faaker See - Kärnten in Österreich
Faaker See - Kärnten 

Dieser Abstecher ist absolut lohnenswert, erfordert allerdings zunächst die Bewältigung eines nicht ganz unanstrengenden Anstiegs. Im Hotel Kärnerhof stärken wir uns und genießen bei herrlichem Sonnenschein den Blick von der Seeterrasse auf den See. Der kleine Faaker See wird vom Woroutzbach gespeist, dessen feiner Kalkstaub den See wunderschön Türkis leuchten lassen.

Die weitere Strecke von Förderlach bis Rosegg ist komplett gesperrt, so dass wir auf Straßen ausweichen müssen. Am Rosegger Schloss sind 250 Jahre alte Linden auf den Fahrradweg gestürzt. Am späten Nachmittag erreichen wir schließlich das Hotel Rosentaler Hof in St. Johann. Im großen Hotelgarten mit Pool können wir noch die Sonne genießen.

 

Freitag, 10.07.2015 St. Johann - Feistritzer Stausee - Ferlacher Stausee - Klopeiner See (62 km)

Ein weiterer sonniger Tag erwartet uns. Im steten Auf und Ab führt der Weg durch die sanfte Hügellandschaft des Rosentals. Von weiteren Unwetter bedingten Sperrungen und Umwegen bleiben wir heute verschont.

In Maria Elend folgen wir dem kurzen Abstecher zu Wallfahrtskirche. Ganz schön ist ein Flügelaltar aus dem 16. Jahrhundert.

Maria Elend - Wallfahrtskirche aus dem 16. Jh.
Maria Elend - Wallfahrtskirche

Bald erreichen wir den idyllisch gelegenen Feistritzer Stausee. Im Hintergrund erheben sich die Karawanken, die sich auf einer Länge von 120 km (über 2.000 m hoch) an der Grenze zu Slowenien erstrecken.

Feistritzer Stausee
Feistritzer Stausee

Auf unbefestigten aber gut befahrbaren Wegen geht es weiter. Ein Wehr trennt den Feistritzer Stausee vom Ferlacher Stausee. Die schöne Gebirgslandschaft, die sich rechts und links des Sees erhebt, wirkt fast unberührt.

 Ferlacher Stausee
Ferlacher Stausee

Riesige Felsmassive ragen hervor. Lediglich die B91, die auf einem kurzen Stück über den See geführt wird, stört die Idylle. Protzig ragt das Schloß Hollenburg am gegenüberliegenden Ufer hervor.

Auf unbefestigten Wegen geht es weiter am Ufer entlang. Fast unbemerkt endet der See und wird wieder zur Drau. Von der Landschaft sind wir ganz begeistert. Sehr schön sind auch einige kleine Drau-Inseln.

Drau Inseln bei Stein im Jauntal / Kärnten
Drau Inseln bei Stein im Jauntal / Kärnten

Bald erreichen wir Stein im Jauntal und fahren zum Klopeiner See und beenden damit unsere Drau-Tour. In St. Kanzian herrscht reges touristisches Treiben. Wir fahren am See entlang. Das Hotel Alpensee liegt am gegenüberliegenden Ufer in Unterburg.

Klopeiner See - Kärnten
Klopeiner See

Von der Terrasse des Restaurants Seerose genießen wir den Blick auf den See und speisen später sehr gut zu Abend.

Samstag, 11.07.2015 Klopeiner See - Lienz - Heiligenblut

Mit dem Fahrrad-Taxi fahren wir zurück nach Lienz. Von hier geht es mit dem Auto weiter nach Heiligenblut (1.301 m über NN). Schon bei der Ortseinfahrt haben wir einen wundervollen Blick auf die kleine Wallfahrtskirche und den sich dahinter erhebenden, zum Teil Schnee bedeckten Gipfel des Großglockners.

Heiligenblut - Großglockner
Heiligenblut - Großglockner

Nachdem wir unser Quartier im Hotel Lärchenhof bezogen haben gehen wir zur Station der Schareckbahnen. Nur 20 Minuten später sind wir an der Bergstation, von der wir nur wenige Minuten benötigen, um von hier auf den Schareck (2.604 m über NN) zu steigen. Mit einem überwältigenden 360 Grad Panoramablick werden wir belohnt.   Mehr als 40 Dreitausender sind neben dem Großglockner - mit 3.798 m der höchste Berg Österreichs - zu bewundern.

Schareck - Blick auf den Großglockner und weitere Dreitausender
Schareck - Blick auf den Großglockner

Wir folgen ein Stück dem Geotrail, der über den Tauernhauptkamm geführt wird. Angesichts der Temperaturen von nur noch 13 Grad Celsius und einem scharfen Wind suchen wir uns aber lieber einen windstillen Platz auf der Sonnenterrasse des Panoramarestaurant Schareck und genießen im Liegestuhl die spektakuläre Aussicht.

Zurück in Heiligenblut relaxen wir am späten Nachmittag im einladenden Wellnessbereich des Hotels und speisen später zu Abend.

 

Sonntag, 12.07.2015 Heiligenblut - Großglockner-Hochalpenstrasse - Pasterze-Gletscher - Stuttgart

Leider müssen wir heute die Rückfahrt antreten. Eine der wohl spektakulärsten Panoramastrecken der Ostalpen, die Großglockner-Hochalpenstrasse, wollen wir uns nicht entgehen lassen. Über 48 Kilometer führt dieses bauliche Meisterwerk mit 36 Kehren durch die tolle Gebirgslandschaft bis auf eine Höhe von über 2.500 m. Die mautpflichtige Straße (34,50 €/Pkw) erschließt uns eine wundervolle Berglandschaft.

Gletscherzunge Pasterze - Großglockner - Kaiser-Franz-Josef-Höhe
Gletscherzunge Pasterze - Kaiser-Franz-Josef-Höhe

Eine 9 km Lange Gletscherstrasse führt hinauf zur Kaiser-Franz-Josefs-Höhe (2.369 m) die dem Stand des Pasterze Gletschers von 1930 entspricht. Mit der nostalgischen Gletscher-Seilbahn fahren wir 144 m hinunter. Die Höhe der Talstation entspricht dem Gletscherstand von 1960. Wieder einmal kann man bei einer Zeitreise zum Gletscher die Auswirkungen des Klimawandels hautnah erleben. Beim Abstieg veranschaulichen weitere Jahrestafeln den Rückgang des mit etwa 9 km Länge größten Gletscher der Ostalpen. Eine halbe Stunde benötigen wir, um den heutigen Gletscherrand zu erreichen. Erst hier erschließt sich uns der Gletscher, der von viel Geröll überzogen kaum den Blick auf das Eis freigibt.

 Pasterze Gletscher am Großglockner
Pasterze Gletscher

Darüber ragt anschaulich der Großglockner. Mit äußerster Vorsicht auf Gletscherspalten erkunden wir das ewige Eis, das stellenweise blau leuchtet. Überall tröpfelt es und viele Eisbögen haben sich geformt. Viele Schmelzwasserbäche fließen herab und speisen den Gletschersee. Die Gletscher-Zeitreise ist ein beeindruckendes, aber auch nachdenklich stimmendes Erlebnis.

Im Besucherzentrum informieren wir uns noch etwas über den Nationalpark Hohe Tauern, den Gletscher und den beeindruckenden Bau der Hochalpenstrasse. Diese führt uns später weiter durch die tolle Gebirgslandschaft. Damit verlassen wir die wunderschöne Region.

Bei einem kurzen Zwischenstopp in Zell am See lassen wir auch diese schöne Landschaft auf uns wirken.

Dank unseres Feinschmecker Landgasthaus-Führer finden wir in der Nähe von Dachau das Gasthaus Weißenbeck in Bergkirchen Unterbachem. Hier speisen wir vorzüglich, bevor wir unsere Heimfahrt antreten.

Ein eindrucksvoller Österreich-Urlaub liegt hinter uns, den wir fast durchgängig mit Bilderbuch-Wetter erleben durften. Den wunderschönen Drau-Radweg können wir Fahrradfreunden nur wärmstens empfehlen. Wir haben über Pedalo gebucht und sind mit den Leistungen zufrieden.

 

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