Island - Land der Kontraste

Geländewagen-Rundreise: Süden - Hochland - Ostfjorde

Island-Karte
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Reiseziele
Keflavík - Kerið - Goldener Zirkel: Þingvellir, Geysir, Gullfoss - Laugarvatn
Hekla - Hjálparfoss - Þjóðveldisbær - Naturschutzgebiet Fjallabak - Landmannalaugar
Þjórsárdalur - Stöng - Schlucht Gjáin - Haífoss - Fluðir - Thermalbad Gamla Laugin
Hochlandpiste Sprengisandur - Oase Nýidalur - Laugafell - Akureyri
Goðafoss - Mývatn See - Solfaterenfeld Námaskarð - Krafla-Gebiet - Grenjaðarstaður
Húsavík - Tjörnes - Nationalpark Jökulsárgljúfur - Ásbyrgi - Dettifoss
Hochlandpiste Öskjuleið - Askja - Wasserkraftwerk Kárahnjúkavirkjun - Laugarfell
Snæfell – Gletschergebiet Eyjabakkar - Hengifoss
Ostfjorde - Seiðisfjörður - Reyðarfjörður - Stöðvarfjörður - Djúpivogur
Hvalness Nature Reserve - Höfn - Jökulsárlón - Kirkjubæjarklaustur
Skeiðarársandur - Nationalpark Skaftafell - Svínafellsjökull - Núpsstaður
Eldhraun - Hjörleifshöfði - Vik - Kap Dyrhólaey - Skógafoss - Hvolsvöllur
Geothermalkraftwerk Hellisheiði - Reykjavík
Reykjanes - Krýsuvík - Bláa Lónið - Brücke zwischen den Kontinenten

 

Allgemeine Island Infos

Island ist ein Land der Kontraste und hat einen magischen Reiz für Naturliebhaber. Unbewohnte Lavawüsten, mit Eis bedeckte Vulkane, grüne Täler, leuchtende Seen vor meterhohen Gletschern, heiße Quellen, Geysire und tiefschwarze Monoliten, unzählige Wasserfälle, farbenfrohe Bergrücken, reißende Flüsse und tiefblaue Fjorde wechseln sich ab. Das unmittelbare Nebeneinander von Eisflächen und dampfenden heißen Quellen macht den besonderen Reiz der Insel aus.

In dem 103.000 qkm großen Land leben etwa 325.000 Menschen; davon 2/3 im Großraum der Hauptstadt Reykjavik. Mit 3,1 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Island das am dünnsten besiedelte Land Europas. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt ca. 300 km, die Ost-West ca. 500 km. Island liegt im Atlantik, nur 287 Kilometer östlich von Grönland.

Geografie

Island gehört zu den Gebieten der Erde mit der größten vulkanischen Aktivität, insgesamt gibt es 130 Vulkane, wovon 30 noch potentiell aktiv sein können. Der größte Teil des Landes ist unfruchtbar und unbewohnt. So bedecken Lavafelder 11 Prozent des Landes und weitere 11 Prozent sind von Gletschern bedeckt. Die Küstenlinie misst eine Länge 4970 Kilometern und ist im Westen und Osten von den isländischen Fjorden stark zerfurcht.

Island liegt auf dem mittelatlantischen Rücken. Die europäische und amerikanische Kontinentalplatte drücken in entgegengesetzte Richtung und schieben sich jährlich zwei Zentimeter auseinander was zu Vulkaneruptionen, geothermalen Aktivitäten und Erdbeben führt. Diese Zone, an der die meisten aktiven Vulkane der Insel liegen, verläuft diagonal über Island von Südwesten nach Nordosten: von Reykjanes bis zum Langjökull im Westen, von den Westmännerinseln über den Mýrdalsjökull und Vatnajökull bis Þeistareykir im Osten. Aufgrund der hohen vulkanischen Aktivität ist Island erdgeschichtlich das jüngste Land, das man sehen kann.

Der Vatnajökull (Wassergletscher) ist mit etwa 8.300 qkm der größte Gletscher Islands. Seine Eiskappe ist durchschnittlich 400 m dick, an einigen Stellen sogar bis zu 1.000 m. Im 14. Jahrhundert soll sich der Gletscher gebildet haben und hat im 19. Jahrhundert sein Wachstum abgeschlossen. Mittlerweile schrumpft er aber zusehends.

Der Vatnajökull erreicht eine Höhe von bis zu 2.000 m über dem Meeresspiegel und bis zu 300 m darunter. Er hat mehr als 20 Auslassgletscher. Unter der Eiskappe des Vatnajökull liegt die aktivste Vulkanzone der Welt, hier „ruhen“ Vulkanzenten, wie der größte Vulkan Bardabunga oder Islands tätigster Vulkan Grimsvötn. Im Jahre 2008 wurde der Vatnajökull Nationalpark gegründet. Mit einer Fläche von 13.000 qkm ist er einer der größten Nationalparks Europas und umfasst 13 Prozent der Fläche Islands.

Wirtschaft

Währung Isländische Krone: 1 € = 155 ISK (Stand August 2014).

Es gibt auf Island etwa 4.000 Bauern und 1/5 der Fläche wird landschaftlich genutzt. Zudem gibt es ca. 200.000 qkm Gewächshausfläche, die mit Unterstützung von Geothermik betrieben werden. Um die Anbauzeit zu verlängern geht man seit kurzem dazu über, im Frühling 100.000 qkm Bodenfläche aufzutauen. Bei so viel Stromverbrauch wundert es nicht, dass Island den höchsten Pro-Kopf-Stromverbrauch der Welt hat; mehr als doppelt so viel wie in den USA. Allerdings wird die Energie aus Wasser und Geothermie äußerst umweltfreundlich generiert. So werden 99 Prozent der Häuser mit Geothermik geheizt.

Mit 70 Prozent war Fischfang früher der größte Wirtschaftsfaktor, heute macht er nur noch etwa 50 Prozent aus. Mehr als 10 Prozent der Isländer sind Fischer.

Nachdem Island 2006 noch zu den reichsten Ländern der Welt zählte, hat die Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahre 2008 das Land hart getroffen, da die vorher privatisierten Banken mit viel Steuergeldern gestützt werden mussten, um eine Insolvenz des gesamten Bankenapparates zu verhindern.

Mehr als 50 Prozent der Isländer arbeiten im Dienstleistungssektor. Exportiert werden Fisch und Maschinen. Kern der isländischen Landwirtschaft ist die Nutztierhaltung, hauptsächlich Schafe, Islandpferde und Rinder. Die Anzahl der Schafe ist mit 430.000 Stück reglementiert. Grund dafür ist die Bodenerosion, die durch die im Sommer wild grasenden Schafe verstärkt würde.

Klima

Der Golfstrom, der entlang der Süd- und Westküste strömt, sorgt für ein relativ mildes Klima. Auf Island herrscht Meeresklima mit milden Wintern und frischen Sommern. Die Tagestemperaturen schwanken zwischen 0 und 3 °C im Winter und zwischen 12 und 15 °C im Sommer, wobei es im Landesinneren teils deutlich kühler sein kann. Insbesondere im Süden können die Temperaturen im Sommer über 20 °C betragen. Vor allem wegen des Golfstroms fällt im Süden der Insel vergleichsweise selten Schnee.

In den letzten Jahrzehnten macht sich die globale Erwärmung durch einen leichten Anstieg der Durchschnittstemperaturen bemerkbar, was am Rückzug einzelner Gletscherzungen drastisch zu beobachten ist. Am wärmsten ist es in Island in der Zeit von Mitte Juni bis Ende August/Mitte September.

Mit durchschnittlich 14,9 Stunden hat Island zwei Stunden mehr Tageslicht als Miami in Florida. Hierbei gilt es allerdings die Mittsommernacht zu berücksichtigen.

 

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