Nord-Kalifornien

Teil 2: Central Coast - Highway No. 1 - Napa Valley - San Francisco

September / Oktober 2012

 

Sonntag, 30.09.2012 Three Rivers - San Simeon (Hearst Castle) - Highway No. 1 - Carmel

Heute fahren wir an die Pazifikküste. Auf dem Highway 198 kommen wir zügig voran. Das Landschaftsbild ändert sich rapide. Hinter uns liegen die hohen Gipfel der Sierra Nevada, um uns herum eine hügelige strohgelbe Steppe. Schon morgens herrschen weit über 20 Grad Celsius; mittags über 30 Grad.

Einen kurzen Zwischenstopp legen wir im 92.000 Einwohner Städtchen Visalia ein. Die historische Altstadt rund um die Main Street lädt uns nicht zum längeren Verweilen ein. Ganz nett anzusehen ist allerdings der verspielte Turm des Fox Theatre - immerhin tritt hier im November B. B. King auf.

Später fahren wir an riesigen Plantagen vorbei, die in dieser heißen und trockenen Gegend nur dank Bewässerungssystemen möglich sind. Angebaut werden in Monokulturen beispielsweise Baumwolle, Mais aber auch Wein und Zitrusfrüchte. Über den Raubbau, der hier in großem Ausmaß betrieben wird, machen wir uns mal besser keine Gedanken.

Central valley
Central Valley

Relativ zügig kommen wir voran. Der Freeway durchquert teilweise schnurgerade die öde und zunehmend flacher werdende Landschaft, die abgesehen von einigen Farmen kaum besiedelt ist.

Um zur Küste zu gelangen müssen wir noch auf dem Highway 41 die Gebirgskette Santa Lucia Range passieren. Langsam nähern wir uns der Küste und es wird zunehmend grüner. Schon bald erreichen wir bei Cambria den legendären California Highway No. 1 und damit ebenfalls die Küste. Die sogenannte Central Coast verläuft von Los Angeles bis nach San Francisco. Bei einem scharfen Wind herrschen an der Küste nur noch knapp 20 Grad Celsius und wir können das Meer riechen. In Richtung Norden erreichen wir nach knapp 20 im Hearst Castle.

Der Parkplatz und das Besucherzentrum ist auf die mehrere Hunderttausend Besucher, die jährlich hierher kommen, ausgerichtet. Es stehen mehrere geführte Touren zur Auswahl. Mit Bussen werden die Besucher auf den Hügel zum etwa acht Kilometer entfernt liegenden Anwesen gefahren. Der Blick vom Hügel auf die Gebirgslandschaft und die Pazifikküste ist fantastisch. Über dem Meer hängt eine dünne Wolkenschicht. Als mit dem Bau dieses Palastes Anfang 1919 begonnen wurde, musste das Baumaterial mühsam herangeschaffen werden. Allein die Anfahrt mit Pferdekarren auf den Hügel hinauf betrug fünf Stunden.

Besonders schön ist das mehr als 30 Meter lange Neptun-Schwimmbecken im Stil der griechischen Antike, das mit grünem und weißem Marmor gebaut wurde. Eingerahmt wird dies von einer italienischen Tempelfassade und einer klassizistische Kolonnade. Das Römische Becken mit blauen und goldenen Murano-Fliesen befindet sich Innen.

Hearst Castle
Hearst Castle - Neptun-Schwimmbecken

Hearst begann 1919 nach seinen Erfolgen u.a. als Zeitungsverleger, die Farm der Familie nahe San Simeon von einem einfachen Camp in ein stattliches Anwesen umzubauen. Gemeinsam mit der Architektin Julia Morgan schuf Hearst bis 1947 eine Palastanlage mit 165 Zimmern, zahlreichen Nebengebäuden, einem Außen- und einem Innenpool, 127 Hektar großen Gärten, einem kleinen Kino und Gästehäusern. Ferner gehörte zu dem Anwesen der größte private Zoo der Welt, mit einer Vielzahl von exotischen Tieren wie z. B. Zebras, die man noch heute auf dem Anwesen grasen sehen kann. Der Gebäudekomplex ist heute ein National Historic Landmark. Das Museum mit seinen beachtlichen Kunstschätzen zieht etwa eine Million Besucher pro Jahr an. Es gilt als Vorbild des Schlosses Xanadu im Film Citizen Kane von Orson Welles, den Hearth aufgrund der Ähnlichkeit zu seiner Person verbieten lassen wollte.

Etwa 10 km nördlich von San Simeon gibt es am Strand von Piedras Blancas eine See-Elefanten-Kolonie, die sich erst 1990 hier angesiedelt hat. Von einem Aussichtspunkt kann man die Tiere aus wenigen Metern Entfernung sehr gut beobachten.

See-Elefanten-Kolonie Piedras Blancas bei San Simeon
See-Elefanten-Kolonie Piedras Blancas

See-Elefanten sind die größten Robben der Welt. Benannt sind sie nach der rüsselartig vergrößerten Nase der Männchen. Diese fehlt den Weibchen und jüngeren Männchen. Ein Bulle kann sechseinhalb Meter lang werden, eine Kuh nur dreieinhalb Meter. Das Gewicht eines Männchens liegt bei bis zu dreieinhalb Tonnen, das eines Weibchens hingegen nur bei maximal 900 kg. Die meisten Tiere liegen faul im Sand. Ab und zu erhebt eines der Kolosse eine Flosse um sich Sand auf den Körper zu schaufeln – offensichtlich ein natürlicher Sonnenschutz. Ein paar wenige Tiere tummeln sich spielerisch im Wasser und gelegentlich ertönt ein Hundegebell artiger Laut.

Dem Highway No. 1 folgen wir weiter nach Norden. Das Santa Lucia Gebirge reicht bis an die Küste und bildet eine schroffe Felslandschaft. Hatten wir gerade noch strahlend blauen Himmel, ziehen kurz darauf einige Nebelschwaden vom Meer herauf. Ein skurriles Schauspiel wird uns geboten. Langsam wird die Landschaft in Nebel gehüllt. Einige Kilometer fahren wir durch Nebel, aus denen wenig später wieder die Bergspitzen hervorlugen. Nach und nach lösen sich die Schwaden ins Nichts auf. Von der teilweise sehr hoch gelegenen Straße haben wir nun wieder freien Blick auf die Küstenszenerie.

Leider stehen wir nach einigen Kilometern im Stau. Wie sich herausstellt hat ein Abhang gebrannt. Als wir die Stelle passieren sind noch einige Feuerwehrmänner mit den letzten Löscharbeiten beschäftigt. Auf der nur zweispurigen Route No. 1 führt dies schnell zu einer Verkehrsbehinderung, wie wir ebenfalls bei späteren Straßenbauarbeiten feststellen müssen. Auch die vielen Kurven, die es auf der Gebirgsstraße streckenweise gibt, sind nicht zu unterschätzen.

Big Sur ist legendär für seine kleinen Badebuchten und heißen Quellen. Dieses wildromantische Landschaftsbild des beliebten Badeortes erschließt sich allerdings nicht vom Highway aus. Da wir nicht abschätzen konnten, wie weit wir heute kommen würden, haben wir leider noch kein Quartier im Voraus gebucht. Das Angebot ist auf diesem Streckenabschnitt nicht besonders groß und die Preise absolut überzogen. Uns bleibt nichts anderes übrig als weiter bis Carmel zu fahren. Immerhin können wir auf unserer Fahrt einen schönen Sonnenuntergang am Meer erleben. Die letzten Meilen, die wir in der Dämmerung zurücklegen, ziehen sich gewaltig.

Als wir endlich Carmel-by-the-Sea erreichen, ist es stockdunkel. Unsere Quartiersuche wird noch durch die Tatsache erschwert, dass es in den Wohnvierteln, wodurch uns das Navi auf der Unterkunftssuche führt, keine Straßenbeleuchtung gibt. Zudem sind die Unterkünfte entweder ausgebucht oder unverschämt teuer. Letztendlich landen wir wieder in einem Best Western, dass sehr zentral liegt. Hungrig raffen wir uns noch einmal auf. Erfreulicherweise gibt es in der Nähe ein kleines ansprechend aussehendes Bistro. Im Don Giovanni wird unerwartet gute italienische Küche angeboten. Bei einem leckeren Wein speisen wir erstmalig in den USA leckere Pasta. Anschließend bummeln wir noch etwas die Ocean Avenue, die Haupteinkaufsstraße des kleinen Ortes, entlang. Äußerst reizvolle Geschäfte laden zu einem Schaufensterbummel ein. Das Angebot richtet sich an eine gut situierte Käuferschaft. Neben Modegeschäften gibt es ebenfalls zahlreiche Galerien. zurueck


01.10.2012 Carmel-by-the-Sea – 17 Mile Drive – Monterey

Carmel-by-the-Sea hat nicht viel mit einem typisch amerikanischen Städtchen gemeinsam. Bewusst gibt es weder eine Straßenbeleuchtung noch Briefkästen in den Wohngebieten, um das Ortsbild nicht zu verschandeln. Auch Neonreklamen oder die typischen Hamburgerketten sucht man vergeblich. Der Ort pflegt seinen Ruf einer konservativen Besserverdiener-Gemeinde. Um dies noch zu unterstreichen hat man sich sogar von 1986 - 1988 Clint Eastwood als Bürgermeister geleistet. Das Städtchen hat in der Tat einen besonderen Charme. Auf unserem gestrigen Stadtbummel haben wir bereits eine einladende Bäckerei entdeckt. Das angebotene Frühstück hält, was es verspricht. Anschließend bummeln wir die Ocean Avenue herunter an den Strand. Der kleine Ort hat einen wunderschönen Sandstrand zu bieten an dem bereits am frühen Morgen ein buntes Treiben herrscht. In der Ferne sieht man die Hotelanlage mit dazugehörigem Golfplatz am Pebble Beach.

Im Zuge der Kolonialisierungsabsichten in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wollte Neu-Spanien (Mexico) weiter in den Norden vordringen. Aus diesem Grunde entstanden von 1769 bis 1834 allein in Kalifornien 21 spanische Missionarisierungsstationen. Eine davon ist die 1771 gegründete Mission San Carlos Borromeo de Carmelo.

Carmel - Mission San Carlos Borromeo de Carmelo
Mission San Carlos Borromeo de Carmelo

Die kleine neobarocke Kirche ist eher einfach ausgestattet. Wunderschön ist der gepflegte und blühende Garten. Im dazugehörigen Museum wird über die Missionsstation und die Missionierung informiert. Diese hatte fatale Folgen für die indianische Urbevölkerung, denn die Christianisierung war in der Regel mit Zwangsarbeit, kultureller Entwurzelung und Versklavung verbunden.

Der bekannte private und damit kostenpflichtige 17 Mile Drive über die Monterey-Halbinsel verbindet Carmel-by-the-sea und Monterey. Von den über 20 ausgewiesenen Spots sind eigentlich nur die tollen Ausblicke an der Küste sehenswert. Die Gegend ist ein Surferparadies. Wie Robben treiben die schwarz gekleideten Surfer auf ihrem Surfbrett liegend auf dem Wasser, immer auf der Lauer im richtigen Moment eine große Welle zu erwischen. Gelingt dies, dauert das Surfvergnügen bis an den Strand keine Minute. Anschließend wird wieder hinaus gepaddelt um auf die nächste Welle zu warten. Die Aussichtspunkte bieten einen schönen Ausblick auf die schroffe Küste. Besonders schön ist der mitten in der Brandung liegende Seal and Bird Rock.

Carmel - 17miles-drive - Seal and bird rock
17 Mile-Drive - Seal and bird rock

Neben einer Robbenkolonie haben sich hier ebenfalls Pelikane und Kormorane angesiedelt, was man mit dem Fernglas gut beobachten kann. Legendär ist die sogenannte „Lone Cypress“. Seit über 250 Jahren steht auf einem Felsen (inzwischen abgesichert) eine einzelne Zypresse, die wohl schon Millionen als Fotomotiv diente. Letzter Stopp ist der Pebble Beach. Die hier 1919 in exponierter Lage errichtete Lodge hat einen der schönsten Golfplätze der Welt. Das 18. Loch befindet sich auf einer Felsklippe. Wir genießen diesen wunderschönen Strandabschnitt bei einem kleinen Picknick, bevor wir weiter nach Monterey fahren. zurueck

Monterey

In den 1770er Jahren war Monterey eine der ersten Niederlassungen der Spanier in Kalifornien. Walfang und Sardinenfang machten den Ort im 20. Jahrhundert zum bedeutendsten Fischereizentrum an der Westküste. Zahlreiche Fabriken zur Weiterverarbeitung des Fischfangs wurden errichtet. Als Folge der Überfischung mussten die Verarbeitungsbetriebe 1940 schließen. Bekannt ist Monterey auch durch den Autor John Steinbeck, der in seinem Roman „Die Straße der Ölsardinen“ das Leben in Monterey in den 20er und 30er Jahren beschreibt. Heute ist die Cannery Row ein beliebter touristischer Anziehungspunkt mit Restaurants, Hotels und vielen kleinen Geschäften.

Cannery Row - Monterey
Cannery Row - Straße der Ölsardinen

Der 1846 errichtete Pier des Fisherman’s Wharf ist ebenfalls auch den Tourismus ausgerichtet. Neben den üblichen Restaurants und Shops werden hier Walbeobachtungs- oder Hochseeangel-Touren angeboten. Auch Seelöwen scheint es hier zu gefallen, eine Kolonie hat sich 1990 hier angesiedelt.

Der Highway No. 1 führt uns erneut an der Küste entlang nach Santa Cruz. Dieser Streckenabschnitt hat nicht viel Interessantes zu bieten. Die Region lebt von der Landwirtschaft. Auf riesigen Feldern werden beispielsweise Artischocken oder Kürbisse angebaut. Letztere werden teilweise in orange leuchtenden Reihen drapiert zum Verkauf angeboten. Im Reiseführer lesen wir, dass in dem kleinen Städtchen Castroville 1948 Marilyn Monroe als 22jährige (noch unter ihrem Mädchennamen Norma Jeane Mortenson) zur "Artischocken-Königin" gewählt wurde. Leider kommen wir aufgrund von Straßenbauarbeiten nur langsam voran. zurueck

Santa Cruz

Die Temperaturen steigen kontinuierlich an und erreichen kurz vor Santa Cruz über 35 Grad Celsius. Über booking.com hatten wir ein Zimmer im Comfort Inn in Santa Cruz gebucht, das in Fußnähe zum Santa Cruz Beach Boardwalk liegt. Bereits vor über 100 Jahren wurde hier ein Freizeitpark direkt am Meer errichtet. Auf 800 m reihen sich die Buden und Fahrgeschäfte aneinander. Ein Karussell aus dem Jahre 1911 mit handgeschnitzten Pferdchen ist noch (inzwischen hinter Glas) fahrtüchtig.

Santa Cruz Beach Boadwalk
Santa Cruz Beach Boadwalk

Bedauerlicherweise hat der Park derzeit nur an Wochenenden geöffnet. Detlef wäre zu gern noch einmal wie vor dreißig Jähren Rollercoaster gefahren. In seiner Erinnerung war die Achterbahn viel größer. Geöffnet hat allerdings das "Fun" Center, ein abartig lautes Spielcasino, dem wir so gar nichts abgewinnen können.

Abends kühlte es sich erfreulicherweise relativ schnell ab. Die Strandgäste packen ihre Sachen zusammen während die Beach Volleyball Spieler noch das letzte Licht ausnutzen. Auf dem Pier der Municipal Wharf reihen sich Restaurants und Geschäfte aneinander. Wal- und Delfinbeobachtungstouren werden angeboten. Es dämmert bereits als wir das Fish & Grill Restaurant betreten, das seinem Namen alle Ehre macht. Sogar frischer Hummer wird angeboten.zurueck

02.10.2012 Santa Cruz – San Francisco – Botega Bay

Im Tripadvisor wurde Lindas Seabreeze Cafe (542 Seabright Ave.) besonders gelobt (Platz 1 von 209). Um 8 Uhr bekommen wir noch problemlos einen Tisch. Doch das Cafe füllt sich schnell. In der Tat ist das Frühstück wie beispielsweise das Omelett mit Truthahnbrust und frischer Avocado exzellent.

Als wir den Santa Cruz Mystery Spot um kurz vor neun Uhr erreichen, müssen wir leider feststellen, dass dieser entgegen der Angabe im Reiseführer erst um zehn Uhr öffnet. Auch diesen Spot hat Detlef vor 30 Jahren besucht und hätte das skurrile Erlebnis gerne wiederholt. Doch zum Warten ist uns die Zeit zu schade.

Erneut fahren wir auf den Highway No. 1 nach Norden. Unser nächstes Ziel ist San Francisco. In der Morgensonne glitzert das Wasser des Pazifik. Idyllisch liegt das Pigeon Point Lighthouse auf einem steil abfallenden Felsen direkt am Meer. Die seichte Küstenszenerie begleitet uns auf der 100 km langen Strecke bis kurz vor San Francisco. Die Besiedlung nimmt zu. Schon aus einigen Kilometer Entfernung können wir die roten Pfeiler der Golden Gate Bridge sehen, über die auch der Highway No. 1 verläuft. Einen fantastischen Blick auf das weltbekannte Bauwerk hat man vom Fort Point. Hier kann man das 2,7 km lange technische Wunderwerk auf sich wirken lassen.

Golden Gate Bridge San Francisco
Golden Gate Bridge San Francisco

Über 90 cm sind die beiden je 2,3 km langen Stahlseile dick. Diese machen es möglich, dass die Brücke zwischen den beiden 227 m hohen Stützpfeilern auf einem 1.280 m langen Stück ungestützt hängt. Über 100.000 Fahrzeuge überqueren täglich die Brücke - 40 Mio. im Jahr. Bezahlen (PKW 6$) muss man nur auf dem Weg in die Stadt. Die Fahrt über die Brücke ist ein besonderes Erlebnis.

Am nördlichen Ende der Golden Gate Bridge liegt der Golden Gate Vista Point. Eine Serpentinenstraße führt auf die Bergflanke hinauf. Von mehreren Aussichtspunkten kann man fantastische Ausblicke auf die Brücke (am Vormittag leider im Gegenlicht) erleben. Im Hintergrund liegt die Skyline von San Francisco sowie Alcatraz.

Das kleine Städtchen Sausalito liegt in exponierter Lage an der San Francisco Bay. Bei der Durchfahrt bekommen wir nur einen kleinen Eindruck von dem hübsch anmutenden Küstenort. Nördlich von Sausalito erwartet uns ein extrem kurviger Abschnitt der Route No. 1. zurueck

Muir Woods National Monument

Etwa zwanzig Kilometer nördlich von San Francisco liegt das Muir Woods National Monument. Der großzügige Parkplatz kündet schon an, dass es sich um ein beliebtes Ausflugziel handelt. Ein kurzer Rundweg über vier Brücken führt in den kleinen Wald hinein und gibt uns einen ersten Eindruck der Redwoods. Einige der wenigen bis zu 1000 jährige Exemplare sind hier zu bewundern.

Je weiter wir nach Norden kommen, desto mehr nimmt der Verkehr auf dem California Highway No. 1 ab. Als wir das Naturreservat Point Reyes National Seashore passieren, das auf einem Landvorsprung liegt, ist von der Küste nichts mehr zu sehen. zurueck

Bodega

Bei Bodega Bay erreichen wir wieder die Küste. An dieser idyllischen Bucht gefällt es uns so gut, dass wir uns kurzerhand im Bodega Coast Inn einquartieren. An der kleinen Hafenbucht herrscht derzeit Ebbe. Viele Vögel wie Silberreiher, Pelikane und natürlich Möwen fühlen sich hier wohl. Der Ort wurde durch Alfred Hitchcock legendär, der 1963 den berühmten Film „Die Vögel“ mit dressierten Krähen und Möwen hier gedreht hat. Der Film basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte der englischen Schriftstellerin Daphne du Maurier. Im einige Kilometer landeinwärts liegenden Ort Bodega kann man noch einige Schauplätze wie die Kirche oder das Schulhaus sehen.

Bodega - Schauplatz des Hitchcock Films
Bodega - Schauplatz des Hitchcock Films "Die Vögel"


Erstaunlich gut speisen wir abends im einzigen in Fußnähe gelegenen Restaurant „Lucas Wharf“ und genießen den Sonnenuntergang über der Bucht. zurueck

03.10.2012 Mendocino - Garbesville - Humboldt Redwood State Park

An der Rezeption des Bodega Coast Inn ist ein Originalautogramm von Hitchcock ausgestellt. Auf Nachfrage erfahren wir, dass das Hotel erst nach dem populären Film gebaut wurde. Allerdings war die Hauptdarstellerin Tippi Hedren (inzwischen 81 jährig und die Mutter von Melanie Griffith) kürzlich in Bodega Bay und hat ebenfalls Autogramme gegeben.

Heute haben wir das letzte Stück auf dem Highway No. 1 vor uns, der nun wieder direkt an der Küste entlang führt. Wieder einmal fasziniert uns die schroffe Küstenlandschaft. Einen kurzen Stopp legen wir am idyllisch gelegenen Point Arena Lighthouse ein und genießen die Ausblick. Kurz hinter Jenner fließt der Russian River in den Pazifik. Auf einer Sandbank sonnen sich Seelöwen.

Pazifikküste Point Arena Lighthouse
Pazifikküste Point Arena Lighthouse

Mendocino

Bald darauf erreichen wir das bekannte Städtchen Mendocino, das Drehort von über 60 Filmen war, darunter auch "Jenseits von Eden" mit James Dean. Der kleine Ort hat sich für den Tourismus herausgeputzt. In den schönen viktorianischen Holzhäusern gibt es jede Menge Galerien und Shops.

Mendocino
Mendocino

Im Mendocino Headlands State Park kann man die schroffe Pazifikküste mit einigen natürlich entstandenen Arches (Felsbögen) bewundern. Das Meer tost an dieser zerklüfteten Steilküste gewaltig.

Etwa sieben Kilometer nördlich von Mendocino erreichen wir einen weiteren Leuchtturm. Die bereits 1909 errichtete Point Cabrillo Light Station ist inzwischen Teil des State Historic Park. Von hier hat man einen fantastischen Blick auf die Küstenlinie. Für uns ein schöner aber windiger Picknickplatz. Im Leuchtturm gibt es noch eine kleine Ausstellung zu dessen Geschichte.

Das letzte Ende trägt die Last, so auch das des Highway No. 1. Wenige Kilometer hinter Ford Bragg beginnt eine etwa 20 km lange Serpentinenstrecke, die uns in nicht enden wollenden Kurven zunächst bergauf und sofort wieder bergab führt. Kurz danach kündigt ein Schild tatsächlich das Ende des Highway No. 1 an.

Vorher folgen wir jedoch noch einem kleinen Abstecher zum Chandelier Drive-Thru Tree. Zur Touristenbelustigung kann man für 5$ durch einen ausgehöhlten noch stehenden Redwood fahren. Wir sind froh, als wir endlich den kleinen Ort Garberville erreichen. Abgesehen von seiner Nähe zum Humboldt Redwoods State Park hat dieser nichts Besonderes zu bieten. zurueck

 

04.10.2012 Humboldt Redwoods State Park - Napa Valley - Calistoga

RedwoodAm nächsten Morgen beginnen wir früh mit der sogenannten „Avenue of the Giants“. Die parallel zum Highway 101 verlaufende Straße windet sich auf einer etwa 50 Kilometer langen Strecke durch den Humboldt Redwoods State Park. Der Park hat eine Fläche von über 214.000 qkm, wovon fast 70.000 qkm noch mit alten Redwood-Bäume bewachsen sind. Angabegemäß der größte Redwood-Wald der Welt. Ein paar kurze Wege führen zu einigen Redwood Vorzeigeexemplaren. Die Tour gibt uns einen schönen Eindruck von diesen Baumgiganten.

Die Redwoods sind noch größer als die Sequioa, dafür jedoch wesentlich weniger massiv. Hier ein kleiner Vergleich der Giganten.

Mammutbaum-Vergleich Sequioa
Redwood
Höhe bis zu 95 m bis zu 112 m
Lebensdauer bis zu 3.200 Jahre bis zu 2.000 Jahre
Gewicht bis zu 1.225 Tonnen bis zu 816 Tonnen
Rinde bis zu 79 cm dick bis zu 30 cm dick
Zweige Durchmesser
bis zu 2,4 m
Durchmesser
bis zu 1,5 m
Stammumfang (Boden) Durchmesser
bis zu 12 m
Durchmesser
bis zu 6,7 m

UNESCO Weltkulturerbe

Die größten Exemplare stehen allerdings im weiter nördlich gelegenen Redwood National Park, der 1980 in die Liste des UNESCO Weltnaturerbes aufgenommen wurde. Die Mammutbäume sind jedoch nur unwesentlich höher (mit bloßem Auge nicht einzufangen) und uns nicht eine weitere Fahrt in Richtung Norden wert. Statt dessen geht es für uns wieder nach Süden. zurueck

Napa Valley

Auf dem besser ausgebauten Highway 101 kommen wir gut voran. Unser nächstes Ziel ist das bekannte Weinanbaugebiet Napa Valley, dass sich von Calistoga im Norden bis nach Napa zieht.

Calistoga trägt den Spitznamen Mud City aufgrund von heißen Quellen und angebotenen mineralischen Schlammbäder. Entsprechend bietet beinahe jedes Hotel auch ein Spa an.

Der vulkanische Mount St. Helena versorgt sowohl die Hotels als auch den Old-Faithful-Geysir mit seiner heißen Energie. Letztere ist nicht natürlich entstanden, sondern wurde auf der Suche nach Erdöl angezapft. Uns reicht es, die Abbildung einer Postkarte anzusehen. Die verlangten 10$ finden wir überzogen - insbesondere wenn man bedenkt, dass der Eintritt im bekannten Yellowstone Nationalpark auch nur 20$ je Pkw kostet.

Die Quartiersuche in Calistoga ist heute nicht ganz so einfach. Nur wenige scheinen ähnlich spontan unterwegs zu sein wie wir und haben nicht reserviert. Der Wellnessbereich mit Thermalschwimmbad, Sauna, Dampfbad und Whirlpool des Comfort Inn hört sich erwartungsgemäß besser an, als er es tatsächlich ist. Das komfortable Wellnessen ist in den USA eher nur in besseren Hotels möglich.

Bedauerlicherweise haben wir vorab keine Weinproben gebucht. Die bekannten Weingüter wie Far Niente, Joseph Phelbs und Shafer sind Wochen im Voraus ausgebucht.zurueck

05.10.2012 Napa Valley - Sausalito - San Francisco

Idyllisch liegen die Weinanbaugebiete im Napa Valley, eingerahmt von Hügelketten. Bei unserer „Wine Tasting Tour“ beschränken wir uns auf uns weniger (bzw. gar nicht) bekannte Namen. Die wenigsten der hier angebauten Weine werden exportiert. Zwischen Calistoga und St. Helena liegt das Weingut Castello di Amorosa. Dieses wurde für 40 Mio US$ von einem Italiener im Stil einer mittelalterlichen Burg erbaut. Hierfür wurde Baumaterial aus der Zeit vor etwa 800 Jahren extra aus Europa importiert. Erst vor sechs Jahren wurde die Burg nach 15 jähriger Bauzeit fertig gestellt.

Napa Valley - Weingut Castello di Amorosa
Weingut Castello di Amorosa

Für die Verkostung sind wir noch zu früh, wir haben jedoch das Glück, an einer kostenlosen Führung teilnehmen zu können. Diese ist ganz spannend. Die Burg ist nicht unterkellert, stattdessen baut man aktuell noch an künstlichen Höhlen, um ideale Lagerbedingungen zu schaffen. Zur Weinherstellung wird die modernste Technik eingesetzt. In den Lagerräumen werden durch Klimaanlage und Luftbefeuchtung ideale Bedingungen geschaffen. Schön sind auch die mittelalterlichen Räume wie ein Rüstungskeller und eine Folterkammer, auch dieses Inventar stammt aus Europa. Von der anschließenden Weinprobe für 18$ pro Person sind wir weniger begeistert. Die fünf Weine entsprechen nicht unserem Geschmack und wir halten diese zudem für überteuert. Der Charme der Burganlage wird aber sicherlich viele Gäste anziehen, so dass man es sich leisten kann, sämtliche Weine nur ab Weingut zu verkaufen.

Sehr gute Weine trinken wir anschließend auf dem Weingut Dutch Henry Winery. Hier schenkt der Winzer selber ein und erzählt von seinen holländischen Vorfahren. Erfreulicherweise werden die 20$ Tasting Fee beim Kauf einer Flasche Wein verrechnet.

Napa valley
Napa Valley


Ausgezeichnete Weine bietet das Weingut St. Clement. Die Verkostung findet in einer stilvollen viktorianischen Villa statt. Inzwischen ist das Weingut im Besitz der Beringer Familie. Dies lässt uns hoffen die Weine möglicherweise auch in Deutschland beziehen zu können.

Weinverkostungen sind in Napa Valley zur jetzigen Erntezeit sehr beliebt, auf der Gegenverkehr-Spur geht es nur äußerst stockend voran. Der Ort Napa als solches hat außer seiner Bekanntheit durch den Weinanbau nichts Besonderes zu bieten. Ein letzter Stopp gilt Artesa Vineyard & Winery. Von der auf einem Hügel liegenden Anlage hat man einen schönen Blick über die sanfte Hügellandschaft. Das moderne mit einigen Kunstwerken und Springbrunnen angelegte Anwesen sieht auf den ersten Blick ganz nett aus, ist jedoch voll auf Tourismus ausgelegt. Hier werden Busgruppen für Verkostungen herangekarrt. zurueck


Sausalito

Damit verlassen wir die schöne Weingegend und fahren nach San Francisco, wo wir kurzfristig (und ziemlich teuer) unsere letzten beiden Übernachtungen gebucht haben. Die Fahrt über die Golden Gate Brücke wollen wir uns nicht entgehen lassen, aber zunächst einmal erkunden wir den charmanten Ort Sausalito. Von der Promenade hat man einen tollen Blick auf die Skyline von San Francisco. Schicke viktorianische Häuser ziehen sich entlang der Hauptstraße. Das Angebot an Galerien und Souvenir-Shops ist groß. Im Fischrestaurant Scoma's, das direkt am Wasser liegt, nehmen wir einen leckeren Lunch ein. Sogar der Hummer ist hier bezahlbar. zurueck


San Francisco

Auf der Fahrt nach San Francisco fahren wir erneut die Straße zum Aussichtspunkt auf die San Francisco Bay hinauf. Diese ist am heutigen Freitag stark frequentiert, so dass der Verkehr nur einspurig geführt wird. Ein weiteres Mal genießen wir die Fahrt über die Golden Gate Bridge. Anschließend fahren wir direkt zum Hotel. Das Pickwick Hotel (85 5th Street) liegt verkehrsgünstig in der Nähe des Market Square und hat erfreulicherweise Parkmöglichkeiten. Nachdem wir uns eine kleine Ruhepause gegönnt haben erkunden wir zum Abend hin die quirlige Stadt. Inzwischen haben wir erfahren, dass an diesem Wochenende in San Francisco die sogenannte Fleet Week stattfindet und dafür eine Millionen Besucher erwartet werden. Dies erklärt die hohen Zimmerpreise. Eine kleine Vorführung konnten wir bereits von der Promenade in Sausalito erleben, wo mit ohrenbetäubenden Lärm ein Düsenjet über uns hinweg flog, um anschließend vor der Skyline von San Francisco seine Runden zu drehen.

Zu Fuß gehen wir durch die im Auf und Ab verlaufenden Straßen und beobachten das bunte Treiben. Die Cable Cars auf der beliebten Strecke von Fishermans Wharf zur Powell Street sind gut gefüllt. Im Stadtteil Fishermans Wharf hat sich seit unserem letzten San Francisco-Besuch vor 11 Jahre einiges getan (San Francisco Reisebericht 2001). Das touristische Angebot ist noch größer.

Am Pier 45 entdecken wir völlig unerwartet das Musée Mécanique, hier wird mit über 200 Ausstellungsstücken die angeblich größte private Sammlung an münzgesteuerten mechanischen Musikinstrumenten und Spielen ausgestellt. Der Eintritt ist erstaunlicherweise kostenlos und die originalen Maschinen sind alle noch spielbar und dürfen ausprobiert werden. Insbesondere die alten Ausstellungsstücke, die früher das Jahrmarktpublikum begeistert haben, sind sehenswert. Neben dem Museum liegt ein U-Boot im Wasser. Dieses kann tagsüber ebenfalls besichtigt werden. Wir lesen, dass die Verlustquote bei 22 % liegt, von den amerikanischen U-Booten sind bisher 52 gesunken.

Wir schlendern weiter zum bekannten Pier 39. Im Dunkeln sind nur wenige von den hier lebenden Robben zu sehen. In Anbetracht der morgigen Flugshow gibt es einen Stand der Blue Angels, wie die Kunststaffel der United States Navy genannt wird. Wer möchte kann sich mit einem der durchtrainierten Piloten fotografieren lassen.

Zu einem Cocktail gehen wir zurück zur California Street. Im Hotel Nob Hill gibt es eine Cocktail-Bar, die einen tollen Rundumblick bietet. Begleitet von Live-Musik genießen wir unsere Cocktails, die natürlich für 14$ für eine Martini-Glas nicht wirklich günstig sind. zurueck

06.10.2012 San Francisco

Zum Frühstücken suchen wir uns ein kleines Cafe. Anschließend gehen wir zum Museum of Modern Art. Dort müssen wir feststellen, dass dieses erstaunlicherweise erst um 11 h öffnet. Aber der Bau von Mario Botta ist ebenfalls einen Blick wert. Die aktuelle Ausstellung finden wir von ein paar wenigen Ausnahmen abgesehen, weniger interessant.

Beim Stadtbummel fällt uns auf, dass es zahlreiche Obdachlose gibt, die die Mülltonnen durchsuchen und Einkaufswagen mit ihrem Hab und Gut vor sich herschieben. Die Schere zwischen Arm und Reich scheint stark zugenommen zu haben.

Schon von weitem ist der Uhrenturm des San Francisco The Port zu sehen. Im Hafen liegt ein großes Kreuzfahrtschiff vor Anker. Vom Pier hat man einen tollen Blick auf die Stadt. Inzwischen beginnt die Flugschau. Fünf Flugzeuge schreiben in einer für uns unvorstellbaren Perfektion einen Schriftzug in den Himmel. Über dem Coit Tower lässt sich ein kleiner Flieger spiralförmig hinab stürzen und hinterlässt eine Rauchwolke. Mit ohrenbetäubendem Getöse fliegen die ersten Düsenjäger über uns hinweg. Auf der Promenade haben sich inzwischen viele Menschen versammelt um das Spektakel anzusehen. Angesichts des tollen Wetters wollen wir eine Bootstour durch die San Francisco Bay machen. Tickets für die Touren unter der Golden Gate gibt es am Pier 41. Bis zur Abfahrt bleiben uns noch eineinhalb Stunden. Die Idee am Pier 39 eine Kleinigkeit zu essen haben wir erwartungsgemäß nicht alleine. Inzwischen haben sich auf sämtlichen Aussichtspunkten Menschenmassen angesammelt, sogar auf einigen Dächern verfolgen Menschen das Schauspiel.

Die Bootsfahrt war eine hervorragende Idee. Wir genießen die windige Fahrt und können dabei exzellent die Flugschau verfolgen. Die United States Navy demonstriert anlässlich der Fleet Week anschaulich ihr Können. Zugegebenermaßen kann man sich der militärisch anmutenden Machtdemonstration nicht ganz entziehen. Mit einer beeindruckenden Koordination fliegen bis zu sechs Düsenjäger in einer Formation über uns hinweg, so dass uns etwas mulmig wird. Die Jets fliegen derart dicht an dicht, dass es von unten teilweise so aussieht, als würden die Maschinen aneinanderkleben. Wieder einmal begeistert uns die Golden Gate Bridge, unter der wir hindurch fahren. Auf der einstündigen Fahrt umkreisen wir ebenfalls Alcatraz und haben zudem eine wundervolle Aussicht auf die Skyline von San Francisco. Zum Finale der Kunststaffel-Show, das mit dem Ende unserer Bootsfahrt zusammentrifft, scheinen die Piloten noch einmal alles zu geben. Eine Pfeil-förmige Sechser-Formation schießt über uns hinweg, driftet hoch in der Luft in alle Richtungen auseinander und fügt sich wenige später wieder zur Formation zusammen. Angedeutete Abstürze rauben uns beinahe den Atem.

San Francisco - Cable Car - Alcatraz
San Francisco - Cable Car - Alcatraz

Im Anschluss an die Bootsfahrt laufen wir die Promenade entlang zum bekannten Cable Car Wendepunkt am Ghiradelli Square. Mit dem Ende der Flugvorführung bewegen sich leider auch die Menschenmassen, so dass wir nur langsam vorankommen. Eine lange Schlange wartet auf die legendäre Cable Car-Fahrt hinauf zur Powell Street. Wir wählen die mühsamere Variante per Fuß. Hügelaufwärts hat man noch einmal einen fantastischen Blick auf die San Francisco Bay, Alcatraz und die nostalgischen Cable Cars, die überfüllt den Hügel hinauffahren. Auch die bekannte Lombard Street, die angabegemäß auf diesem Teilstück kurvigste Straße der Welt, passieren wir.

Auf dem Hotelzimmer gönnen wir uns noch eine kurze Siesta, bevor wir uns zum Abendessen aufmachen. Am letzten Abend wollen wir uns noch einmal etwas Gutes gönnen und haben im empfohlenen Alexanders Steakhouse (448 Brannham Street) einen Tisch reserviert. Mit der Entfernung haben wir uns allerdings etwas vertan und auch die Gegend, durch die wir laufen müssen, scheint uns nicht ganz geheuer. Unterhalb des Highway 80 haben einige Obdachlose ihr Quartier eingerichtet. In dieser Gegend hätten wir alles andere als ein gutes Restaurant vermutet. Doch kurz darauf ändert das Straßenbild und wir erreichen letztendlich das Steakhaus. Nun müssen wir nur noch einen Wein aus der Weinkarte mit 400 gelisteten, darunter viele namhafte Etiketten, auswählen. Vom bekannten Weingut Joseph Phelps wählen wir den noch bezahlbaren Einstiegswein. Eine hervorragende Wahl zu einem ausgezeichneten Essen. Für den Rückweg gönnen wir uns ein Taxi. Noch einmal möchten wir nicht die Strecke gehen. zurueck

07.10.2012 San Francisco - Rückflug

Die Taschen sind gepackt. Nun bleibt noch Zeit für ein Frühstück und einen kurzen Bummel rund um den Union Square. Damit nehmen wir Abschied von dieser reizvollen Stadt. Zwei wunderschöne Urlaubswochen mit tollen Eindrücken und perfektem Wetter liegen hinter uns. Auch am Flughafen bekommen wir noch ein wenig Flugschau geboten und haben dadurch bedingt leider auch etwas Verspätung. Mit dem A380 fliegt uns die Lufthansa zurück nach Deutschland. zurueck

 

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