Nord-Kalifornien

Teil 1: Central Valley - Sierra Nevada

September / Oktober 2012



23.09.2012 Frankfurt – San Francisco - Sacramento

Nach einem zehneinhalb stündigen Tagflug (von Frankfurt) landen wir sicher in San Francisco. Der Flug als solcher (abgesehen von der fehlenden Beinfreiheit) ist angenehm - der A380 liegt sehr ruhig in der Luft. In Frisco ist es leicht bewölkt bei Temperaturen Anfang 20 Grad Celsius. Nachdem wir den reservierten Mietwagen in Empfang genommen haben (Ford Mustang - diesmal haben wir uns ein Cabrio gegönnt) machen wir uns auf den Weg nach Sacramento. In San Francisco herrscht reger Verkehr. Die Fahrt über die zweistöckige Oakland Bay Bridge ist ein besonderes Erlebnis mit schönen Ausblicken auf die Bay. Quasi mit jedem Kilometer in Richtung Sacramento steigt die Temperatur. Am Ziel sind es locker30 Grad Celsius.

Sacramento

Kaliforniens Hauptstadt Sacramento (ca. 500.000 Einwohner) erreichen wir am Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um die 30 Grad Celsius. Die neun Stunden Zeitverschiebung machen sich leider bemerkbar. Doch bis zum frühen Abend wollen wir uns noch wach halten. Also machen wir uns zu einer Stadtbesichtigung auf. Unser erstes Ziel ist das State Capitol, das leider gerade (17 h) schließt. Der Kuppelbau des Wahrzeichens der Hauptstadt strahlt in der Sonne. Der Sitz von Parlament und Regierung wird von einer gepflegten Parkanlage umgeben. Zu Fuß gehen wir weiter nach Old Sacramento. Wie eine Westernstadt wirken die Fassaden der historischen Holzhäuser, die teilweise aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen. Kopfsteinpflaster, hohe Gehsteige und alte Straßenlaternen runden das Bild ab. Parallel zum Sacramento River verläuft eine Bahnlinie auf der eine historische Bahn für Touristenrundfahrten verkehrt. Ein frühes Dinner nehmen wir auf dem zum Hotel und Restaurant umgebauten Raddampfer Delta King ein. Dabei genießen wir die Sonne und beobachten das bunte Treiben auf dem Fluss. zurueck

 

24.09.2012 Sacramento - Lake Tahoe

Jet Lag geschädigt sind wir entsprechend früh unterwegs. Unser erster Anlaufpunkt ist ein Starbucks. Beim Frühstück planen wir die Weiterfahrt zum Lake Tahoe. Vorher jedoch machen wird uns auf zu einem weiteren Stadtrundgang. Zwischen modernen Bürotürmen tauchen immer wieder einige alte Gebäude im viktorianischen Stil auf.

Sacramento - State Capitol
State Capitol in Sacramento

Das State Capitol kann erfreulicherweise bereits am acht Uhr besichtigt werden. Nach einem Sicherheitscheck erkunden wir das dreistöckige Gebäude auf eigene Faust. Das 1874 fertiggestellte Regierungsgebäude wurde von 1972 bis 1982 grundlegend erdbebensicher umgebaut. Einige Amtsräume wie beispielsweise die Büros des Generalstaatsanwalts, des Staatssekretärs, des Schatzmeisters oder auch der Gouverneurs sind originalgetreu zu besichtigen. Großzügige Flure, breite Treppenaufgänge und die geschmückte Kuppel geben dem Gebäude einen würdevollen Rahmen.

Ein Highlight der Stadt ist das California State Railroad Museum. Im größten Eisenbahnmuseum Nordamerikas wird Eisenbahngeschichte anschaulich dargestellt. Mit welchem Aufwand und härtester körperlicher Arbeit die Bahnstrecken angelegt wurden, lässt sich durch die Präsentation gut nachempfinden. Etwa zwei Dutzend von Lack und Chrom glänzende Lokomotiven und Waggons sind zu bestaunen. Darunter auch einige tonnenschwere Kolosse für den Gütertransport. Mit der Erfindung von Kühlwagen wurde der Transport von Frischwaren erst möglich. Die teilweise äußerst luxuriöse Innenausstattung liess es für privilegierte Reisende an nichts fehlen. Hübsch eingerichtete Salons, vollausgestattete Kabinen mit eigenem Bad sowie eine rollende Küche in der nahezu alles zubereitet werden konnte. Eine Ausnahme war Brot, da der Teig zum Aufgehen im Zug nicht die erforderliche Ruhe hatte. Gespeist wurde mit edelstem Porzellan im Speisewagen. Die vielen älteren Herren, die im Museum ihr Wissen teilen, wirken als wären sie selbst in den alten Zügen mitgefahren. zurueck


Central Valley

Damit verlassen wir Sacramento. Schnell ändert sich das Landschaftsbild, als wir das Central Valley erreichen. Dieses 700 km lange und 120 km breite fruchtbare Gebiet verbindet die Küstenlinie mit der Sierra Nevada.

Vor dreißig Jahren war Detlef erstmalig in den USA und hat drei Wochen bei einer Familie in Loomis verbracht. Einen kleinen Umweg nehmen wir in Kauf und steuern die an der Interstate 80 gelegene Kleinstadt etwa 50 km entfernt von Sacramento an. Auf einer kurzen Runde durch die Stadt muss Detlef feststellen, dass keine Erinnerungen hochkommen.

Über den kurvenreichen Highway 49 setzen wir unsere Fahrt fort. Erneut ändert sich das Landschaftsbild und deutet durch eine Hügellandschaft die Sierra Nevada an. Einen netten Eindruck bekommen wir bei der Durchfahrt des Städtchens Auburn, das seine Geschichte mit historischen Holz- und Ziegelgebäuden dem Tourismus präsentiert.

Marshall Gold Discovery State Historic Park

Unser nächstes Ziel ist Coloma, ein ehemaliges Goldgräber-Städtchen das heute wie eine Geisterstadt wirkt. In der Nähe befindet sich der Marshall Gold Discovery State Historic Park. Im American River wurde hier 1848 zufällig Gold gefunden.Ein wenig lässt sich die einstige Goldgräberzeit nachempfinden die hier (leider schon etwas in die Jahre gekommen) präsentiert wird. Am heutigen Montag hat das Visitor Center allerdings geschlossen und auch die meisten der historischen Gebäude sind nicht zugänglich. Lediglich in der historischen Schmiede wird die Schmiedekunst demonstriert. Einen letzten Eindruck aus der Goldgräberzeit nehmen wir bei der Durchfahrt von Placerville mit. Die 10.000 Einwohner Stadt präsentiert sich mit hübschen historischen Häuserfassaden. zurueck

 

Sierra Nevada

Auf der Interstate 50 setzen wir unsere Fahrt zum Lake Tahoe fort. Die zunehmend hügeligere Landschaft deutet die Sierra Nevada bereits an. Schroffe Felsformationen und grüne Wälder ziehen an uns vorbei. Mit seinem kobaltblauen Wasser kündigt sich der Lake Tahoe schon von Weitem an. Auf etwa 1.900 m Höhe, umrahmt von hohen Felsformationen, liegt der 497 qm (Länge 35 km, Breite 19 km) große Bergsee. Entsprechend ist es hier bei strahlend blauem Himmel mit knapp über 20 Grad Celsius etwas kühler.

Lake Tahoe
Lake Tahoe

Wir steuern South Lake Tahoe an, das mit 24.000 Einwohnern touristische Zentrum am Südufer des Sees. Der Ort als solches hat wenig zu bieten. Vielmehr macht ihn seine Lage direkt an der Grenze zu Nevada und den dortigen Glücksspielmöglichkeiten so beliebt. Im Stop and go geht es den Lake Tahoe Boulevard entlang. Rechts und links reihen sich Hotels, Motels sowie unendlich viele Fast Food Restaurants aneinander. Um dem lärmenden Treiben zu entgehen haben wir uns im Vorfeld das etwas abseits gelegene Best Western Station House Inn ausgesucht. Die Zimmerpreise mit 89 $ inkl. Frühstück sind in der Nebensaison moderat. In Fußnähe gibt es einen kleinen Strand. Hier lassen wir uns am späten Nachmittag von der Sonne verwöhnen und genießen den wundervollen Blick auf den kristallklaren von Bergen eingerahmten See. Durch den leichten Wind wird es uns allerdings bald etwas zu frisch. Im nebenliegenden Restaurant gibt es eine windgeschützte Terrasse, auf der wir bei einem Glas Wein die Abendstimmung am See auf uns wirken lassen. Später fahren wir noch in die Stadt und speisen ganz vorzüglich im Riva Grill Restaurant.

25.09.2012 Lake Tahoe

Nachts fallen die Temperaturen auf wenige Grad über Null. Nach dem Frühstück beginnen wir mit der Seeerkundung. Auf der Fahrt zur Emerald Bay haben wir erste wunderbare Blicke auf den See. Der strahlend blaue Himmel bringt das Wasser zum Leuchten. Die Luft ist unglaublich klar und lässt die Bergketten gestochen scharf erscheinen. Eine Oase der Ruhe ist die von hügligen Wäldern eingerahmte Emerald Bay mit der kleinen Insel Fannette Island als besonderen Hingucker. Einen tollen Ausblick bietet der Emerald Bay Vista Point.

Lake Tahoe - Emerald Bay
Emerald Bay

Nur wenige Meilen entfernt liegt der Wanderparkplatz des Eagle Falls and Eagle Lake Trails. Nachdem wir uns registriert haben beginnen wir mit der Wanderung, die uns wunderschöne Ausblicke beschert. Die Eagle Falls sind mangels Wasser kaum als Wasserfälle zu erkennen. Wunderschön ruhig liegt am frühen Morgen der Eagle Lake in der Sonne. In seiner glatten Wasseroberfläche spiegelt sich die umliegende Bergsilhouette.

Eagle Lake - Lake Tahoe
Eagle Lake

Auf der gegenüberliegenden Seite des Sees versuchen sich zwei Kletterer an einer steilen Felswand. Ansonsten herrscht absolute Ruhe und wir haben den See zunächst ganz für uns alleine. Ein schönes Schauspiel bieten uns zwei Eichhörnchen, die sich über unsere Apfelkippe hermachen. Die hin und zurück zwei Meilen lange Wanderung ist absolut reizvoll.

An der Westküste fahren wir weiter Richtung Norden. Vom Aussichtspunkt des Emerald Bay State Park lässt sich nochmals wunderschön die Emerald Bay überblicken. Dichte Tannenwälder geben nur hin und wieder den Blick auf den Bergsee frei. Gut 115 Kilometer lang ist die Strecke rund um den See. Doch wir haben nicht vor, den See zu umrunden und fahren lediglich bis zur Meeks Bay. Von unserem Vorhaben einen kurzen Stop an der Meeks Bay Resort & Marina einzulegen nehmen wir aufgrund der Parkgebühren (10 $) Abstand. Stattdessen fahren wir zurück zum D.L. Bliss State Park. Hier beginnen wir eine weitere Wanderung, die am Camping Platz beginnt. Da selbiger zu dieser Jahreszeit bereits geschlossen hat müssen wir bereits am eine Meile entfernten Besucherzentrum parken und die Straße entlang gehen. Der Lighthouse Trail führt durch dichte Tannenwälder zu einem kleinen Leuchtturm aus Holz. Dieser etwas oberhalb des Sees gelegene Leuchtturm wurde bereits 1916 errichtet und war nur drei Jahre in Betrieb. Der kleine Turm als solches ist weniger spektakulär. Schön ist allerdings der wundervolle Blick auf den Lake Tahoe.

Am Taylor Creek Visitor Center hat man einen einfachen Zugang zum Strand. Der Taylor Creek mäandert hier in den See. Kleine Wasserströme durchziehen den Sand. Der weiße Sandstrand ist sehr schön, auch wenn es sich nicht verheimlichen lässt, dass es sich hierbei um einen offiziellen Hundestrand handelt.

Taylor Creek Visitor Center - Lake Tahoe
Taylor Creek


Ein letzter Halt gilt dem Camp Richardson Resort. In einer Strandbar nehmen wir eine Erfrischung ein und genießen aus einer neuen Perspektive den See.

In South Lake Tahoe gibt es einen Schallplattenladen, dem unser nächster Stopp gilt. Das Sortiment an gebrauchten Schallplatten und Büchern ist riesig. Die Darbietung lädt allerdings weniger zum Stöbern ein. Dennoch wird Detlef fündig. Abends speisen wir ganz akzeptabel im Hotelrestaurant. Die vom Wine Spectator ausgezeichnete Weinkarte lässt allerdings zu wünschen übrig. Die vielversprechende Karte hält mangels Verfügbarkeit nicht das, was sie verspricht.zurueck


26.09.2012 Lake Tahoe – Bodies – Mono Lake – Yosemite National Park

Heute verlassen wir das Seengebiet schon wieder. Bei morgendlichen Temperaturen um die 8 Grad Celsius ist das Cabrio fahren (mangels Windschott) ein kühles und windiges Vergnügen. Die tollen Landschaftseindrücke sind es aber allemal wert. Die Route 207 führt uns durch dichten Wald und etliche Serpentinen relativ schnell weg vom See in höhere Regionen der Sierra Nevada. Später erreichen wir den Highway 395. Schon bald erreichen wir Höhen von über 2.400 m und eine verwüstete Steppenlandschaft.

Sierra Nevada - Steppenlandschaft
Steppenlandschaft in der Sierra Nevada

Auf einer weiten Hochebene werden große Weideflächen von hohen Gebirgszügen eingerahmt. Riesige Rinderherden finden hier ihr Futter. Immer wieder ändert sich das Landschaftsspiel und macht die Fahrt zum Erlebnis. Mal fühlt man sich in eine Almlandschaft hineinversetzt, dann wiederrum umgibt einen trostlose wüstenhafte Ödnis und immer wieder ragen schroffe Felsen aus der Szenerie heraus.

Bodie State Historic Park

Wenige Meilen vor dem Mono Lake biegt die Route 270 vom Highway 395 zum Bodie State Historic Park ab. Nach zehn Kilometern endet die geteerte Strecke, die restlichen drei Meilen sind Piste. Wieder einmal fasziniert die hügelige Wüstenlandschaft. In dieser Einöde wurde 1859 Gold gefunden und bot den Anstoß für die Gründung eines Bergbaucamps. Diese heute wie eine Geisterstadt wirkende Siedlung Bodie wuchs rasch zu einer kleinen Stadt mit 10.000 Einwohnern und etwa 2.000 Gebäuden. Die gegründete Bodie Company förderte hier Gold und Silber zu einem damaligen Wert von 600.000 $. Heute sind nur noch wenige Gebäude gut erhalten.

Bodie State Historic Park
Bodie State Historic Park

Ein kleiner Rundgang führt an den wichtigsten Gebäuden wie beispielsweise der Methodist Church, einer Sägemühle, einem Feuerwehrhaus, ehemaligen Hotels oder dem Saloon vorbei. In den Wohnhäusern befindet sich teilweise noch das halb zerfallene und von einer dicken Staubschicht überzogene Mobiliar - die Tapeten lösen sich von den Wänden. Die Mine ist leider nur mit einer gesonderten Führung zugänglich. Überall liegen alte Maschinenteile oder verrostete Autos herum und lassen die verlassene Stadt äußerst skurril wirken.zurueck


Mono Lake

Am östlichen Fuß der Sierra Nevada liegt der Mono Lake. Dieser war einst fünfmal größer als heute. 1940 begann man damit, das Wasser für die Versorgung von Los Angeles abzuzapfen. Innerhalb von vier Jahrzehnten sank der Wasserpegel um 14 m und legte eine bizarre Skulpturenlandschaft frei. Von einem ersten Aussichtspunkt kann man den See aus der Ferne überblicken - die Tuffsteingebilde lassen sich allerdings nur erahnen. Am See angekommen fahren wir zunächst zum Country Park, wo es einen direkten Seezugang gibt. Ein kurzer Boardwalk führt zum Wasser. Informationstafeln machen deutlich, wie der Wasserstand über die Jahre zurückgegangen ist.

Tuffsteingebilde am Mono Lake
Mono Lake - Tuffsteingebilde

Aus dem Schilfgras ragen meterhohe Tuffgebilde heraus, die vormals unter Wasser waren. Im Besucherzentrum kann man sich über die Entstehung informieren. Schön ist eine Foto-Ausstellung von berühmten Fotografen, u.a. Ansel Adams, die den See teilweise bereits vor der Austrocknung fotografiert haben. Eine kurze Fahrt zur South Tufa Area ist lohnenswert. Über einen Weg wird man an den meterhohen Gebilden vorbeigeführt, die hier besonders zahlreich vorhanden sind. Einige ragen aus dem Wasser, andere bilden einen skurrilen Skulpturenpark am Ufer.

Zurück auf dem Highway 395 fahren wir noch wenige Meilen südlich um später auf die Route 198 abzubiegen. Diese 23 km lange Strecke ist ein kleiner aber lohnenswerter Umweg, vorbei an drei Seen. Zunächst erreicht man den idyllisch gelegenen June Lake.Der Silver Lake ist klein und erschließt sich uns aus dem Auto heraus nicht. Wie der Name schon sagt ist der Grant Lake der größte der drei Seen. Sein Wasser leuchtet kobaltblau. Zurück auf dem Highway 395 biegen wir schon wenige Meilen später auf den Highway 120 in Richtung Yosemite ab.zurueck

 

Yosemite National Park

UNESCO Weltkulturerbe

Über den Tioga Pass, der sich über knapp 100 km durch die Gebirgslandschaft der Sierra Nevada auf bis zu 3.031 m Höhe schlängelt, erreichen wir den Nordeingang des Parks. Der Pass gilt zu Recht als eine der schönsten Straßen Kaliforniens. Dieser ist nur von etwa Ende Mai / Anfang Juni bis maximal November befahrbar.

Der Yosemite Nationalpark wurde bereit 1864 zum State Park deklariert, bevor er 1890 zum Nationalpark ernannt wurde. 1984 wurde er in die Liste des UNESCO Weltnaturerbes aufgenommen. Der ganzjährig geöffnete Nationalpark bietet eine atemberaubende Tal- und Hochgebirgslandschaft, ungewöhnliche Felsformationen, Felswände mit schroffen Granitfelswänden, Wasserfälle und grüne Täler. Auf fast 1.300 km Wanderwegen kann man die Natur erleben.

Yosemite National Park - Lembert Dome
Yosemite National Park - Lembert Dome

Einen ersten spektakulären Anblick bietet der Lembert Dome, ein riesiger karger Granitfelsen der von der Sonne angestrahlt hell leuchtet. In 2.600 m Höhe fährt man weiter an Bergwiesen -den sogenannten Tuolomne Meadows- vorbei, die wie eine Almlandschaft anmuten. Eine besondere Aussicht bietet der Olmsted Point. Allerdings sollte man auf jeden Fall den etwa 500 m weiten ausgeschilderten Weg gehen um einen grandiosen Panoramablick zu genießen. In der Ferne blickt man auf das blau leuchtende Wasser des Tenaya Lake, umrahmt von schroffen Granitfelsen.

Die Fahrt durch die schöne Landschaft des Yosemite ist ein Genuss und bietet wundervolle Landschaftseindrücke. Einen wunderschönen Blick bietet der sogenannte Tunnel View. Von hier aus sieht man auf die gigantische Felswand des 2.307 m hohen El Capitan. Im Hintergrund ist das Wahrzeichen des Parks, der Half Dome, zu erkennen.

Yosemite Nationalpark - Tunnel View mit El Capitan und Half Dome
Yosemite Nationalpark - Tunnel View mit El Capitan und Half Dome

Damit beenden wir unsere heutige sehr erlebnisreiche Sightseeing Tour und fahren direkt zum Hotel. Dieses haben wir im Vorfeld reserviert. Die aufgerufenen Preise im Yosemite Village waren uns zu teuer. Wir haben uns für ein Hotel in Wawona, am südlichen Parkende entschieden. Das viktorianische Wawona Hotel ist eine der ersten Unterkünfte im Park und wurde bereits 1870 errichtet. Das historische Hotel hat einen besonderen Charme auch wenn wir auf ein eigenes Bad angesichts der aufgerufenen Preise (75$ pro Nacht) verzichtet haben. Die Essensqualität im Hotelrestaurant lässt allerdings zu wünschen übrig.zurueck

 

27.09.2012 Yosemite National Park

Erstes Ziel ist heute der Glacier Point. Vom Highway 42 geht ein etwa 26 km langer Weg zu diesem Aussichtspunkt ab. Für das viele Kurven fahren wird man mit einem fantastischen Blick versöhnt. Auch wenn der 2.695 m hohe Half Dome nicht im richtigen Licht (eher nachmittags) erstrahlt und nur die Kuppel ein wenig erleuchtet wird, bietet er einen grandiosen Anblick. Die zum Tal hin gewandte fast senkrecht abfallende Seite liegt im Schatten. Ebenso spektakulär ist der Blick in das grüne Yosemite Tal.

Yosemite National Park - Valley
Yosemite National Park - Yosemite Valley

Zurück auf dem Parkplatz werden wir durch einen kleinen Menschenauflauf auf einen Bären aufmerksam gemacht. Völlig unbeeindruckt von den vielen Zuschauern streift dieser nur etwa 50 m entfernt durchs Unterholz. Offensichtlich ist er an Menschen gewöhnt. Wie wir feststellen müssen hat er eine Markierung im Ohr. Später erfahren wir, dass alle Bären im Park registriert sind, so auch dieser Bär Nr. 59.

Wir folgen der Ausschilderung zur knapp zwei Kilometer langen Sentinel Dome Wanderung. Überraschenderweise führt diese auf den kuppelhaft erscheinenden Monolithen hinauf. Der Aufstieg ist gut zu meistern. Oben erwartet uns ein unglaublicher 360 Grad Ausblick. Wir haben einen grandiosen Panormablick auf den Half Dome und den El Capitan. Vom dreistufigen 739 m hohen Yosemite Fall ist nur die ausgewaschene Furche zu erkennen, der Wasserfall trocknet jedes Jahr bereits im August aus. An der spektakulären Szenerie können wir uns kaum satt sehen. Für uns eine der eindrucksvollsten Aussichten, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Sentinel Dome - Panormablick auf den Half Dome und den El Capitan
Sentinel Dome - Panormablick auf den Half Dom

Als nächstes steuern wir das Yosemite Tal an. Der Merced River durchfließt das 11 km lange Yosemite Valley, das von hohen Granitfelsen eingerahmt wird. Aus der Froschperspektive wirken die Felswände noch gigantischer. Touristisches Zentrum des Parks ist das Yosemite Village. Im Besucherzentrum kann man sich über den Park und seine Entstehung informieren. Besonders begeistert uns die Ansel Adams Gallery. Viele tolle Beispiele seiner einzigartigen fotografischen Fähigkeiten gibt es zu bewundern. Sehr schöne Landschaftsbilder bietet ebenfalls der 20 minütige Film, der im Kino gezeigt wird.

Den verbleibenden Nachmittag möchten wir noch für eine Wanderung nutzen. Wir entscheiden uns für eine Wanderung zu den Vernal Falls. Völlig überraschend haben wir das große Glück einen Puma (auch bekannt als Mountain Lion / Berglöwe) zu sehen, der nur wenige Meter vom Wanderweg entfernt durch sein Revier streift.

Mountian Lion - Puma - Berglöwe
Mountain Lion - Puma

Nach 1,3 km erreichen wir die Vernal Falls Bridge und können tatsächlich einen ersten Blick auf den Wasserfall genießen. Erstaunlicherweise hat dieser noch Wasser, auch wenn der Wasserfall im Frühjahr sicherlich spektakulärer ist. Im Nachgang erfahren wir, dass die drei Wasserfälle Bridalveil, Vernal und Nevada ganzjährig Wasser führen. Den Vernal Fall kann man auch von oben besichtigen, was wir ebenfalls tun. Auf der Wanderung haben wir einen wunderschönen Ausblick auf den Vernal Fall. Von der Sonne angestrahlt erstrahlt die Gicht in Regenbogenfarben. Der Aufstieg über ziemlich hohe Stufen ist nicht ganz ohne, aber sehr lohnenswert. Der Wasserfall wird von dem kleinen Emerald Lake gespeist. Einer Empfehlung folgend gehen wir noch etwas weiter und können ebenfalls einen schönen Blick auf den Nevada Fall genießen. Wunderschön anzusehen ist ebenfalls die Kuppel der Half Dome, die am Nachmittag voll von der Sonne angestrahlt wird. Wer selbigen besteigen möchte, startet von hier aus. Angesichts der fortgeschrittenen Zeit machen wir hier kehrt. Ein Rundweg wäre zwar möglich, allerdings müssten wir dafür zunächst die Nevada Falls erklimmen, wofür es inzwischen zu spät ist. Erwartungsgemäß ist der erste Teil des Abstiegs über steile, unregelmäßige Stufen ziemlich anstrengend. Versöhnt werden wir mit schönen Landschaftseindrücken, die im Abendlicht noch einmal anders wirken.

Zurück am Parkplatz fahren wir zum Curry Village. Das Angebot an festen Unterkünften im Yosemite Nationalpark ist sehr begrenzt. Für gut Situierte gibt es im Curry Village das „The Ahwahnee“ Grand Hotel. Das bereits im Jahre 1927 in dieser wundervollen Berglandschaft eröffnete Hotel hat 123 Zimmer und ist ein National Historic Landmark. Die Zimmerpreise entsprechen nicht unseren Preisvorstellungen. Die tolle Atmosphäre können wir aber dennoch genießen. Im Bistro werden sehr passable Gerichte zu akzeptablen Preisen und einer sehr guten Qualität angeboten. Erneut ist es bereits dunkel, als wir zu unserer Unterkunft im Wawona Hotel zurückkehren. zurueck

 

28.09.2012 Yosemite: Mariposa Grove - San Simeon Hearth Castle - Route No. 1 - Carmel

Den heutigen Tag beginnen wir mit einer 12 km langen Wanderung im Mariposa Grove, wo es Hunderte der gigantischen Sequoias gibt. Obwohl unser nächstes Ziel der Sequoia Nationalpark ist, wollten wir uns dieses Erlebnis nicht entgehen lassen und werden nicht enttäuscht. Ein gut ausgebauter und ausgeschilderter Weg führt an den Mammutbäumen vorbei, bei denen es sich um Grannenkiefern handelt. Ehrfürchtig stehen wir vor den über 80 m hohen Baumriesen. Einige besondere Exemplare sind ausgeschildert. Der Grizzly Giant ist etwa 1.800 Jahre alt und einer der größten im Mariposa Grove. Ganz in der Nähe steht der sogenannte California Tunnel Tree. Dieser wurde bereits 1895 ausgehöhlt um die Durchfahrt von Pferdekutschen zu ermöglichen.

Maiposa Grove Califonia Tunnel Tree
Mariposa Grove - California Tunnel Tree

Außergewöhnlich ist der Faithful Couple. Zwei große Bäume sind am Stamm zusammengewachsen und trennen sich erst weiter oben. Der Clothespin Tree hat ebenfalls einen Tunnel, der durch mehrere Brände entstanden sind. Der Fallen Wawona Tunnel Tree liegt entwurzelt auf dem Boden. 1881 wurde er ausgehöhlt und war jahrzehntelang eine Touristenattraktion bis er 1969 unter den Schneemassen zusammenfiel. Die meisten Bäume sind von Feuerspuren gezeichnet. Hierbei handelt es sich um natürliche vom Blitz verursachte Brände. Diese treten alle sieben bis 20 Jahre auf und sind gut für das Wachstum der Bäume. Durch das Feuer wird zum einen die Anzahl der Bäume ausgedünnt und mehr Sonnenlicht für die verbleibenden geschaffen. Zum anderen findet eine Flurbereinigung statt, die eine dünne Schicht nährstoffreiche Asche auf dem Mineralboden hinterlässt. Zusätzlich sorgt die aufsteigende heiße Luft dafür, dass die Krone austrocknet. Hierdurch öffnen sich die Zapfen und lassen frische Samen auf den Boden fallen. Ziel der Wanderung ist der Wawona Point, der auf über 2.000 m Höhe einen weiten Blick ins grüne Tal eröffnet. So atemberaubend wie beschrieben empfinden wir diesen allerdings nicht, da er uns eher an die heimische Waldlandschaft erinnert. Doch hierdurch ist die Wanderung nicht weniger lohnenswert.

Nach diesem schönen Naturerlebnis verlassen wir den Yosemite Nationalpark. Bis zu unserem heutigen Tagesziel im Kings Canyon Nationalpark sind es etwa 225 Kilometer. Wieder einmal gilt es etliche Kurven zu meistern, um die Ausläufer der Sierra Nevada zu verlassen. Die grünen Gebirgszüge bilden einen starken Kontrast zu der Landschaft des Central Valley, durch das uns der Highway 41 führt. Die wie von Stroh überzogen erscheinende sanfte Hügellandschaft lässt die Fruchtbarkeit kaum erahnen. Später fahren wir an den ersten Weinreben vorbei. Diese ausgedehnten Rebplantagen geben Fresno den Beinamen "Rosinenhauptstadt". Außer Einkaufszentren hat die 400.000 Einwohner Stadt allerdings nicht viel zu bieten. Später sehen wir ebenfalls einige Orangenhaine in der Talsenke.zurueck


Kings Canyon Nationalpark

Auf dem Highway 180 geht es weiter zum Kings Canyon Nationalpark. Kurz hinter der Parkeinfahrt führt ein kurzer Weg zum General Grant Sequioa Grove. Über einen kurzen Rundweg erreicht man den General Grant Tree. Der 81,1m hohe Berg- oder Riesenmammutbaum ist der zweitgrößte lebende Baum der Erde. Er ist etwa 1500 bis 1900 Jahre alt. Aufgrund seiner ebenmäßigen Erscheinung wurde er 1926 offiziell zum nationalen Weihnachtsbaum erklärt.

Der etwa 50 Kilometer lange Kings Canyon Scenic Byway führt vom Grant Grove zum Cedar Grove über zahlreiche Kurven in den Canyon hinab und bietet fantastische Gebirgseindrücke. Die Straße verläuft teilweise parallel zum Fluss. Der Höhenunterschied vom Flusstal des Kings Rivers bis zu den Gipfel der Spanish Mountains beträgt 2.500 m.

Kings Canyon Nationalpark
Kings Canyon Nationalpark

Es ist eine der tiefsten Schluchten in Nordamerika. Ein drei Kilometer langer Abzweig führt zum Panoramic Point. Von einer Aussichtsplattform blickt man in das grüne Tal, aus dem der Hume Lake blau heraussticht. Im Hintergrund liegt die Bergsilhouette der Sierra Nevada.

Kings Canyon National Park - Chicago Stump
Kings Canyon National Park - Chicago Stump

Eine knapp zwei Kilometer lange ungeteerte Straße führt zum Chicago Stump, den man über einen kleinen Rundweg erreicht. Der massive Baumstumpf ist übrig geblieben vom laut einem Schild größten jemals gefällten Baum. Dieser riesige Sequoia wurde 1893 abgeholzt, transportiert und zur World Columbian Exposition in Chicago wieder aufgebaut. Der Baum beeindruckte die Massen, die nicht glauben konnten, dass ein so großer Baum existieren könnte. Den Grizzly Falls gilt lediglich ein kurzer Stopp. Diese sind leicht von der Straße zu erreichen, aber nicht besonders spektakulär.

In Cedar Grove haben wir im Voraus eine Übernachtung in der Cedar Grove Lodge gebucht, die einzige feste Übernachtungsmöglichkeit mit 21 Zimmern im Nationalpark. Die einfache Lodge liegt in einem eher flachen Gletschertal. Die umliegenden Berge rechts und links des Kings Rivers wirken mit einer Höhe von nur 1.600 m relativ flach. Zur Lodge gehört ein kleiner Supermarkt und eine einfache Snack Bar. Erfreulicherweise haben wir noch eine halbe Stunde Zeit, bevor die einzige Möglichkeit etwas zu Essen zu bekommen um sieben Uhr schließt. zurueck


29.09.2012 Sequoia und Kings Canyon Nationalpark

Zum Frühstücken suchen wir uns einen Picknickplatz am Kings River. Zugegebenermaßen ist es am frühen Morgen noch ziemlich kalt. Aber der Blick auf die schroffe Flusslandschaft, begleitet von einem kontinuierlichen Rauschen hat seinen Reiz. Anschließend fahren wir die wenigen Kilometer bis der Highway 180 endet. Hier starten zahlreiche Wanderwege in die schroffe Gebirgslandschaft des Kings Canyon. Die Gebirgskette der Swatoothes Mountains Range ist fast 650 Kilometer lang und zwischen 100 bis 130 Kilometer breit. Es führt keine Straße in diese Bergwelt hinein. Die faszinierende Landschaft ist nur zu Fuß oder per Packesel zu erkunden. Das schmale Tal, durch das der Kings River verläuft, wird von hohen Berggipfeln eingerahmt. Inzwischen werden einige Gipfel von der Sonne angestrahlt.

Auf dem Rückweg bietet uns der Kings Canyon Scenic Byway erneut wunderschöne Ausblicke in den Kings Canyon. Wie ausgestorben scheint die Kings Canyon Lodge. Eine museale Zapfanlage aus dem Jahr 1928 ist noch in Betrieb. Leider ist kein Service zu finden, der uns beim Tanken behilflich ist. Ein Schild weist die Anlage als „America’s oldest double gravitiy pumps“ aus.

Am frühen Morgen liegt der Hume Lake noch vollkommen ruhig. Der Stausee wurde 1908 angelegt. Die grünen Hänge der umliegenden Berge spiegeln sich auf der Wasseroberfläche wider. Dieses idyllische Fleckchen Erde ist ein äußerst nett angelegtes Freizeitparadies für Wassersportler und Angler.

Hume Lake - Sequoia National Park
Hume Lake

Wir würden gerne eine zweite Nacht im Sequoia Nationalpark verbringen. Die Wuksachi Village Lodge hat leider zum Wochenende kein Zimmer mehr frei und würde vermutlich auch nicht unserem Budgetrahmen entsprechen. Immerhin können wir die WiFi-Verbindung nutzen und buchen eine Unterkunft in Three Rivers, das bereits einige Meilen hinter der Parkgrenze liegt.

Im Lodgepol Visitor Center kaufen wir Tickets für die Besichtigung der Crystal Cave. An der Höhle selber werden keine Tickets verkauft, diese werden nur in Lodgepol oder Foothills Visitor Center angeboten. Bis zur Besichtigung um zwei Uhr bleiben uns noch drei Stunden Zeit. Diese widmen wir den Mammutbäumen, nach denen der Nationalpark benannt ist. Der Congress Trail führt über einen zwei Meilen langen Rundweg an einigen fantastischen Exemplaren vorbei.

Das Highlight ist der General Sherman Tree. Dieser ist zwar nicht der höchste oder der breiteste Baum. Durch sein geschätztes Volumen – er wiegt 1.385 Tonnen - gilt der etwa 2.100 Jahre alte jedoch Baum als größter lebender der Welt. Er ist 84 m hoch und hat am Boden einen Umfang von 31 m (Durchmesser 11 m). Der größte Ast hat einen Durchmesser von etwa zwei Metern. Obwohl die Spitze bereits abgestorben ist, wächst der Baum jedes Jahr in einem Ausmaß, das vergleichbar ist mit einem 18 m hohen normal gewachsenen Baum.

Die zimtfarbenen Sequoias sind kleiner als die eibennadligen Redwoods an der nordkalifornischen Küste, haben aber einen wesentlich dickeren Stammumfang. Mammutbäume sterben nicht wegen Ihres Alters, sie sind ausgesprochen resistent gegen Schäden durch Feuer und Insekten.

Sequoia National Park
Sequoia

Wenn man den Sequoia Nationalpark besucht, dann sollte man gerne Kurven fahren. Auch die sechs Meilen lange Zufahrt zur Crystal Cave ist extrem kurvig. Vom Parkplatz führt ein etwa 15minütiger Weg hinab ins Tal, wo sich der Eingang zur Höhle befindet. Im Park gibt es über 250 Höhlen, aber die Crystal Cave ist als Einzige für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Gruppen, die durch die Höhle geschleust werden, sind mit 50 Personen ganz schön groß. Auf dem kurzen Rundgang sind einige Stalagmiten und Stalagtiten-Gebilde zu sehen. Einige steinerne Vorhänge hängen von der Decke herab. Erwähnenswert ist, dass sich der Kalkstein hier teilweise in Marmor verwandelt hat. In der Höhle gibt es selbst jetzt einiges an Wasser, das durch zahlreiche Öffnungen in die Höhle fließt. Im Mai und Juni soll das Wasser über einige Gesteinsformationen fließen. Die Besichtigung der Höhle finden wir weniger spektakulär.

Anschließend fahren wir zum Moro Rock. Ein Abzweig führt zum Tunnel Log. Ein 84 m hoher Sequoia mit einem Durchmesser von sechs Metern liegt umgekippt über der Straße. Dieser 1937 gefallene Mammutbaum wurde ausgehöhlt und steht als Attraktion zur Verfügung, um mit dem Auto durch den „Tunnel“ zu fahren.

Sehr gut gefällt uns die Wanderung am Crescent Meadow. Ein Rundweg führt um die sichelförmige Wiese herum, die von Baumriesen eingerahmt wird. Unvorbereitet erreichen wir Tharp’s Log. In einem umgefallenen Sequoia hat sich 1851 Hale Tharp eine Sommerresidenz eingerichtet und bis 1890 genutzt. Die kleine Holzhütte, die vor den ausgehöhlten Baumstamm gebaut wurde, enthält sogar einen Kamin. Im Baumstamm sieht man noch heute das karge Mobiliar, das im Wesentlichen aus einem Tisch und einem Bett bestand.


Mono Rock Panoramablick

Der Moro Rock ist ein 2.050 m hoher Monolit aus Granit. Über einen gut ausgebauten Weg mit etwa 400 Stufen kann man diesen besteigen und wird von einer fantastischen 360 Grad Panorama-Aussicht belohnt. Besonders schön soll der Ausblick zum Sonnenuntergang sein – was uns angesichts der noch vor uns liegenden Fahrstrecke zu spät ist. Bis nach Three Rivers sind es zwar nur etwa 50 Kilometer zu fahren. Laut unserem Reiseführer gibt es jedoch allein auf der 26 Kilometer langen Strecke zwischen dem Giant Forest Village und dem Foothills Visitor Center 142 enge Kurven. Entsprechend langsam kommen wir voran. Im Dunkeln erreichen wir Three Rivers. Die Reservierung hat erfreulicherweise geklappt. Hungrig suchen wir nach einem Restaurant. Mangels Alternativen landen wir in einer typisch amerikanischen Pizza-Bude. Offenbar eine beliebte Location für Einheimische. Am heutigen Samstag ist es sehr gut gefüllt. Die Pizza mit extra dickem Teig und triefend vor (vermutlich) Analogkäse entspricht nicht ganz unseren Vorstellungen. Typisch amerikanisch wird auf großen Fernsehern Football übertragen. zurueck

 

>> zu Teil 2: Central Coast/ Highway No. 1 / Napa Valley / San Francisco Bay